Der Schwarzwald hat ein Herz für Hirsche

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Der Hirsch vom Höllental (Foto) darf bleiben – wie es seinem Pendant im Wehratal ergehen soll, wird derzeit hektisch verhandelt.  Foto: 

Hirsche auf Felsen werden im Schwarzwald immer beliebter. Den zweieinhalb Meter großen Bronze-Hirsch auf dem Hirschsprung-Felsen im Höllental bei Freiburg kennt fast jeder. Der steht da auch schon seit über 100 Jahren. Erst seit Ostern 2016 gibt es auch im Wehratal zwischen Todtmoos und Wehr (Kreis Waldshut) so einen Hirschen. Auch er steht auf einem Felsen mit dem Namen „Hirschsprung“. Doch er reicht nicht ganz an das Kaliber des Höllental-Hirschen heran, denn der Wehratal-Hirsch ist aus Kunststoff – und vor allem: Er steht illegal mitten im staatlichen Bannwald. Deshalb muss er abgebaut werden. So hat es das Regierungspräsidium Freiburg entschieden. Wer den Plastik-Hirsch auf das Fels-Biotop gestellt hat, ist bis heute nicht bekannt. Deshalb müssen Mitarbeiter der Forstbehörde das Tier vom Felsen holen, sobald die Witterung es zulässt. Dabei hatten die Bewohner des Tals das Tier schon lieb gewonnen und darum gebeten, es möge doch stehen bleiben. Doch die Bestimmungen lassen es nicht zu. Weil das Regierungspräsidium aber ein Herz für Hirsche hat, hilft es der Stadt Wehr, einen legalen Standort für einen Bronze-Hirsch zu finden. Dabei drängt die Zeit. Nur ein paar Kilometer weiter nördlich des  Bannwalds plant Todtmoos, oberhalb eines Wildgeheges einen zwölf Meter hohen Metall-Hirsch aufzustellen. Man darf gespannt sein, welches Tier zuerst ins Tal röhrt.

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