Der Dauerzoff an den Discotüren

Discos in Freiburg haben seit Jahren Ärger mit verhaltensauffälligen Gruppen. Das Problem sei nicht neu und könne nicht Flüchtlingen in die Schuhe geschoben werden. Das ist das Fazit eines Runden Tischs.

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Auf Streife: Die Polizei kontrolliert in der Freiburger Innenstadt.  Foto: 

Der Vorwurf, in Freiburg hätten Flüchtlinge in Diskotheken und Clubs pauschal Hausverbot, hat sich nicht bestätigt. Vielmehr hat sich in einem Gespräch am Donnerstag herausgestellt, dass seit Jahren immer wieder verhaltensauffällige Gruppen in Discos und Clubs für Ärger sorgen. "Die Zusammensetzung dieser Gruppen ist nicht homogen und wechselt im Verlauf der Jahre stark", so hätten die Betreiber die Lage beschrieben, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Gruppenmitglieder könnten weder einer Nationalität noch einer bestimmten Herkunft zugeordnet werden. Deshalb dürften weder pauschale Vorwürfe gemacht, noch dürfe etwas verschwiegen werden, betonte Oberbürgermeister Dieter Salomon.

Er hatte am Donnerstag Vertreter der Polizei, des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Betreiber von Clubs und Diskotheken sowie von frauenspezifischen Einrichtungen zu einem Runden Tisch ins Rathaus eingeladen. Anlass für das Gespräch war der Vorwurf, Flüchtlinge hätten keinen Zutritt mehr zu Discos und Clubs - wegen sexueller Übergriffe und Diebstählen.

Die Sicherheitslage in der Stadt habe sich nicht verschlechtert, betonte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. Was sich verändert habe, sei das Sicherheitsgefühl der Menschen. Das jedoch sei nicht nur in Freiburg schwächer geworden, sondern deutschlandweit. Ursache dafür seien die massiven Übergriffe in der Silvesternacht in Köln. Das habe mit Flüchtlingen in Freiburg nichts zu tun. Sie dürften nicht pauschal als Sündenböcke hingestellt werden.

Trotzdem will von Kirchbach in einer kleineren Runde mit Disco- und Club-Betreibern, Vertretern der Dehoga und frauenspezifischen Einrichtungen das Problem erneut erörtern und ein "präventives Konzept" erarbeiten. "Wir müssen darüber nachdenken, wie Frauen besser vor sexuellen Übergriffen geschützt werden können."

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