Der "Spielepapst" ist tot

"Malefiz" und "Memory": Erwin Glonnegger hat viele Spieleklassiker populär gemacht. Nun ist er im Alter von 90 Jahren in Ravensburg gestorben.

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Starb im Alter von 90 Jahren: "Spielepapst" Erwin Glonnegger.  Foto: 

Der bekannte Spieleerfinder Erwin Glonnegger ist tot. Glonnegger, der vielen Spieleklassikern wie "Memory" und "Malefiz" im Ravensburger Verlag zum großen Durchbruch verhalf, starb am vergangenen Samstag im Alter von 90 Jahren. Das bestätigte am Montag das Gustav-Werner-Stift in Ravensburg, in dem Glonnegger zuletzt lebte.

Glonnegger war mehr als 20 Jahre für das Spielprogramm bei Ravensburger verantwortlich. Der ausgebildete Buchhändler war auch maßgeblich an der Entwicklung von Longsellern wie "Hase und Igel" sowie den Erwachsenenspielen "Casino-Serie" und "Börsenspiel" beteiligt.

"Er hat einfach eine Nase gehabt für gute Spiele", sagte ein Sprecher des Ravensburger Verlages, in dem Glonnegger insgesamt 36 Jahre tätig war. Zunächst widmete er sich dort dem Vertrieb von Fachbüchern; Anfang der 60er Jahre jedoch übertrug Ravensburger ihm die Leitung über das gesamte Programm des Spieleverlags. 1985 schied Glonnegger aus dem Verlag aus, hielt aber weiterhin Vorträge und schrieb Fachbücher zum Thema - unter anderem das Standardwerk "Das Spielebuch" (1988).

Der in Aulendorf geborene Glonnegger war außerdem Mitbegründer der Ravensburger Taschenbücher und erfand eigene Spiele. Auf sein Konto gehen etwa "Emil und die Detektive" sowie "Such mich - fang mich".

Das legendäre Gedächtnistrainingsspiel "Memory" wurde weltweit weit über 75 Millionen Mal in verschiedensten Varianten verkauft: Die Spieler müssen dabei jeweils Paare verdeckt liegender Karten finden. "Malefiz" zählt indes nach Verlagsangaben zu den bekanntesten und beliebtesten Ravensburger Würfelspielen.

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