Dehoga dringt auf Reform des Arbeitszeitgesetzes

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Der Vorsitzende des DEHOGA Baden-Württemberg, Fritz Engelhardt. Foto: Lino Mirgeler/Archiv  Foto: 

Hoteliers und Gastronomen im Südwesten dringen vehement auf eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes. Sie fordern eine wöchentliche Obergrenze von maximal 48 Stunden anstelle der Fixierung auf höchstens 10 Stunden am Tag. Diese sei viel zu unflexibel, monierte der Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Fritz Engelhardt, am Montag auf dem Landesdelegiertentreffen in Rastatt. Wegen der starren Regelung könnten viele Betriebe die gute Konjunktur nicht nutzen, sondern müssten stattdessen Öffnungszeiten reduzieren und zusätzliche Ruhetage einführen. Trotz steigender Umsätze seien die Erträge in vielen Betrieben unbefriedigend.

Das Arbeitszeitgesetz gibt es zwar schon seit über 20 Jahren. Erst seit Einführung des Mindestlohns 2015 aber werden die Arbeitszeiten streng kontrolliert. Auch aus anderen Branchen werden Rufe nach einer Reform des Bundesgesetzes lauter. Der flexible Einsatz von Mitarbeitern werde gerade in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger, betonte jüngst etwa der Arbeitgeberverband Südwestmetall.

Die rund 200 baden-württembergischen Dehoga-Vertreter diskutieren gemeinsam mit etwa 100 weiteren Gästen in Rastatt aktuelle wirtschaftliche und politische Probleme. Landesvorsitzender Engelhardt war am Vormittag einstimmig wiedergewählt worden. Als Ehrengast sollte am Nachmittag Tourismusminister Guido Wolf (CDU) sprechen. Der Dehoga Landesverband vertritt die Interessen von rund 31 000 Betrieben aus der Branche.

Kleine Anfrage zu dem Thema aus dem Jahr 2012

Positionen der Dehoga zum Arbeitszeitgesetz

Umfrage der Dehoga zum Arbeitszeitgesetz

Positionen der Gewerkschaft NGG zum Arbeitszeitgesetz laut Pressemitteilung vom März 2017

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