Daimlers Forschungschefin will Start-ups fördern

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Anke Kleinschmidt, die Forschungschefin der Daimler AG. Foto: Annika Grah/Archiv

Der Autobauer Daimler will Start-ups eher fördern als sie zu kaufen. „Wir wollen, dass die Start-ups lebendig bleiben“, sagte Forschungschefin Anke Kleinschmidt der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen den Nährboden bieten.“ Deshalb habe der Autobauer in sein Förderprogramm „Start-up Autobahn“ jetzt auch neue Partner wie HP Enterprise, Porsche oder ZF Friedrichshafen ins Boot geholt. Daimler hatte das Projekt im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um von den Ideen kleiner Firmen zu profitieren. Der Autohersteller unterstützt dabei Gründer zusammen mit der Universität Stuttgart und einem Investor aus dem Silicon Valley.

„Es ist nicht unser primäres Ziel, Start-ups zu kaufen - das ist auch nicht Ziel des gesamten Programms“, sagte Kleinschmidt. „Das heißt natürlich nicht, dass wir nie eines kaufen werden.“ Es gebe aber eben Start-ups, die Unternehmergeist und Kundensicht haben, so Kleinschmidt. „Das sind Eigenschaften, die wir brauchen.“

„Wir sind ein sehr stabiler, erfolgreicher Tanker“, sagte die Daimler-Forschungschefin. Aber: „Wir arbeiten nicht mehr in dem Tempo wie die vergangenen 130 Jahre. Folglich müssen wir uns auch als Konzern ändern.“ Das Engagement soll dem Unternehmen selbst helfen, seine Kultur zu ändern. „Wir wollen eine Innovationskultur aufbauen“, sagte Kleinschmidt. „Und man wird die gesamte Entwicklungszeit auch noch einmal auf den Prüfstand stellen müssen.“ Das betreffe Produkte und Prozesse. „Wir wollen Gründergeist lernen.“

Daimler zum Start-up Projekt

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