Daimler-Vorstand hält Forderung für überzogen

|
Porth erachtet die Fünf-Prozent-Forderung der IG Metall für überzogen. Foto: D. Maurer/Archiv

Zeitung" (Mittwoch) für "völlig überzogen und realitätsfern". Sein Gegenpart, Daimlers Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht, hat für die Wortmeldung wenig Verständnis: "Ich verstehe nicht, warum Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth, der für die Arbeitgeber verhandelt, schon vor den ersten Gesprächen in dieser Form angreift und mauert", sagte er am Mittwoch.

Seitens der IG Metall sei die Forderung mit wirtschaftlichen Daten und dem Anspruch nach mehr Gerechtigkeit begründet, sagte Brecht. "So gehen wir gelassen in die Gespräche."

Porth hingegen sagte, die Bereitschaft, es am Ende auf einen Konflikt ankommen zu lassen, sei deutlich größer als in der Vergangenheit. "Im Arbeitgeberlager setzt sich ganz klar die Haltung durch: Jetzt ist es genug." Ein Streik käme Daimler angesichts der guten Auftragslage allerdings nicht gerade gelegen.

Am Mittwochnachmittag treffen sich die Tarifparteien zu ersten Gesprächen über Lohnerhöhungen für 800 000 Beschäftigte der Branche. Warnstreiks sind erst Ende April ein Thema. Dann endet die sogenannte Friedenspflicht.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

16.03.2016 12:39 Uhr

IG Metall fördert kontraproduktives Handeln

Es ist kein Geheimnis und längst erwiesen, dass von den Mitgliedern der IG Metall nur eine sehr kleine Minderheit dazu imstande ist, tote in lebendige Arbeit zu transformieren. Die weitaus größten Teile ihrer Mitgliedschaft sind dazu nicht befähigt und gefallen sich sogar darin, die Notwendigkeit des besagten Prozesses nach Kräften zu hemmen. Insofern stellt sich durchaus die Frage, weshalb die Gewerkschaff für ausnahmslos alle ein um 5% erhöhtes Entgelt fordert, wenn mehr als augenfällig ist, dass auf diese Weise ein zutiefst kontraproduktives Handeln illegitim eine Förderung erfährt, mit dem kein Arbeitgeberverband der Welt sich einverstanden erklären kann. Der Einwand des Personalvorstands der Daimler AG könnte somit begründeter nicht sein.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Amok-Anlage in List-Schule vor dem Austausch

Die Stadt Ulm reagiert auf ständige Fehlalarme in der List-Schule: Falls die elektronische Steuerung nicht sauber repariert werden kann, kommt ein neues System. weiter lesen