CDU-Fraktion setzt sich für Frauenquote ein

Die CDU-Fraktion geht bei der Frauenquote weiter als die Bundespartei. Nicht nur in den Landesbetrieben sollen mehr Managerinnen das Sagen haben.

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Der CDU-Fraktion in Baden-Württemberg geht die Entscheidung des Bundesparteitags zur Frauenquote nicht weit genug. Anders als die Bundespartei sei man für eine Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten börsennotierter Dax-Unternehmen, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Friedlinde Gurr-Hirsch, gestern in Stuttgart. "Wir sind enttäuscht, dass der Bundesparteitag hier nicht mutiger gewesen ist, aber ein erster Schritt ist gemacht."

Die CDU hatte auf ihrem Bundesparteitag in Hannover in dieser Woche die "Flexi-Quote" für Frauen in Unternehmen gebilligt, nach der sich die Betriebe freiwillig zu mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten verpflichten sollen. Für diesen Vorschlag von Familienministerin Kristina Schröder hatte sich auch die CDU-Vorsitzende, Kanzlerin Angela Merkel, ausgesprochen. Die Forderung von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nach einer gesetzlichen Quote von 30 Prozent lehnt Merkel ab.

Gurr-Hirsch und Fraktionschef Peter Hauk stellten das gleichstellungspolitische Konzept der Fraktion vor - von insgesamt 60 Abgeordneten sind 8 Frauen. Die Fraktion forderte gleichfalls eine 40-Prozent Quote für weibliche Spitzenmanager in landeseigenen Betrieben.

CDU-Fraktionschef Hauk sagte, Grün-Rot habe im Bereich der Frauenförderung bisher kläglich versagt. Noch nie seien Frauen und Männer so gut ausgebildet gewesen wie heute, erklärten Gurr-Hirsch und Hauk weiter. Sie forderten eine gezielte Personalpolitik für Frauen in der öffentlichen Verwaltung. Außerdem sollten nach Ansicht der Fraktion das Landeserziehungsgeld beibehalten und Eltern steuerlich entlastet werden.

Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) sagte mit Blick auf den CDU-Bundesparteitag: "Es ist mehr als nur verwunderlich, dass sich ausgerechnet die CDU in Baden-Württemberg beim Thema Frauenquote so aus dem Fenster hängt." Die Landesregierung benötige in der Gleichstellungspolitik keine Nachhilfe von der CDU.

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