Castortransporte: Weitere Niederlage für Neckarwestheim

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Mit Castoren beladenes Transportschiff auf dem Neckar vor einem Atomkraftwerk. Foto: Uwe Anspach/Archiv  Foto: 

Im Streit um Atommülltransporte auf dem Neckar hat die Gemeinde Neckarwestheim eine weitere Schlappe vor Gericht erlitten. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) wies am Freitag die Beschwerde der Gemeinde ab, mit der sie eine Aufschiebung der Transporte vom stillgelegten Atommeiler Obrigheim ins Zwischenlager Neckarwestheim erreichen wollte. Die Vorbereitungen für die nächsten Transporte würden damit fortgesetzt, teilte Betreiber EnBW am Freitag weiter mit. Die Gemeinde darf aber nochmals Stellung nehmen, bevor das OVG in der Hauptsache entscheidet, ob die Transporte doch noch untersagt werden.

Neckarwestheims Bürgermeister Jochen Winkler (parteilos) äußerte sich enttäuscht über die OVG-Entscheidung. Wäre zugunsten der Gemeinde entschieden worden, hätte bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren kein Transport mehr stattfinden dürfen. „Damit findet der zweite Transport wohl statt“, sagte er. Die Hoffnungen ruhten nun auf dem Hauptsacheverfahren.

Die ersten Castoren mit ausgedienten Brennelementen, der bundesweit erste Transport hoch radioaktiven Atommülls auf einem Fluss, waren bereits Ende Juni vom stillgelegten Kernkraftwerk Obrigheim ins Zwischenlager Neckarwestheim gebracht worden. Mittelfristig sind vier weitere Transporte mit je drei Castoren geplant. Insgesamt sollen damit 342 ausgediente Brennelemente in das etwa 50 Kilometer entfernte Zwischenlager gebracht werden.

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