Buzz Aldrin im Ostalbkreis gelandet

In Oberkochen ist mit dem Zeiss-Forum ein modernes Tagungszentrum samt Optik-Museum entstanden - eine Kooperation zwischen Stadt, Kreis und Konzern. Zur Eröffnung kam der Astronaut Buzz Aldrin.

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Astronauten-Legende im Technikmuseum: Ehrengast Buzz Aldrin (rechts) mit Zeiss-Vorstandschef Michael Kaschke.  Foto: 

Der Elektro- und Optoelektronikkonzern Carl Zeiss hat am gestrigen Freitag in Oberkochen (Ostalbkreis) das Zeiss-Forum mit dem integrierten, erweiterten Zeiss-Museum der Optik eröffnet. Ehrengast war Ex-Astronaut und Kampfpilot Buzz Aldrin - der Mann, der am 20. Juli 1969 als zweiter Mensch nach Neil Armstrong den Mond betreten hat. Die Fotos, die Armstrong beim ersten Spaziergang auf dem Erdtrabanten zeigen, hat Aldrin geschossen - mit einer Hasselblad-Mittelformatkamera mit Zeiss-Objektiven.

Zwischen "Oberkochen und Universum" wurde der heute 84-jährige Astronaut natürlich auch nach einer kurzfristigen Perspektive gefragt: Wer wird Fußballweltmeister? "Natürlich Deutschland", antwortete der frühere Kampfpilot, räumte aber ein, "dass ich von Soccer nicht viel verstehe". Dafür mehr von langfristigen Perspektiven: Der studierte Maschinenbauingenieur engagiert sich immer noch sehr für die Raumfahrt. So entwarf er einen Plan für Mars-Missionen, den "Aldrin Mars Cycler". Und er machte in Oberkochen keinen Hehl daraus, dass er mit der Raumfahrtpolitik von US-Präsident Barack Obama höchst unzufrieden ist: "Wir brauchen wieder Visionen und klare Zielsetzungen." Die Eroberung des Mondes sei "ein kleiner Schritt" gewesen, der auf den Mars sei "ein sehr großer". Bis spätestens zum Jahr 2040 sollte dies gelingen, hofft Aldrin.

Im neueröffneten, erweiterten Zeiss-Museum werden auf 1000 Quadratmetern Objekte und Technologien aus über 160 Jahren Optik- und Firmengeschichte gezeigt - vom Mikro- bis zum Makrokosmos. Besondere Highlights sind das Mini-Planetarium mit einer 4,6-Meter-Kuppel, das einen realistischen Sternenhimmel bietet, sowie die Schatzkammer der Optik mit einigen historisch bedeutenden Exemplaren - etwa dem Handfernrohr, das Napoleon Bonaparte nach der Schlacht von Waterloo abgenommen wurde. Der Eintritt zum Museum ist frei.

"Damit demonstrieren wir, dass Zeiss ein offenes Unternehmen ist", sagte Dr. Michael Kaschke bei der Eröffnungsfeier. Für den Vorstandsvorsitzenden ist das Zeiss-Forum ein herausragendes Beispiel dafür, wie unternehmerische Dynamik auf eine ganze Region ausstrahlen kann: Die mehr als 20 unterschiedlich großen Räume im 5000 Quadratmeter großen Forum stehen nicht nur Zeiss, sondern auch Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Kultur und Politik für Kongresse, Workshops und Tagungen zur Verfügung - vor allem aber der Stadt Oberkochen und dem Ostalbkreis. Beide Kommunen haben sich mit jeweils 1,25 Millionen an den 14 Millionen Euro Gesamtkosten beteiligt haben.

Millionen investiert

Moderne Technik Im Zeiss-Forum mit offen gestalteter Cafeteria haben mehr als 800 Gäste Platz. Alle Konferenzzimmer verfügen über modernste Event- und Kommunikationstechnik, die etwa die Übertragung von Veranstaltungen per Live-Stream über das Internet ermöglicht.

Standort Ostalb Landrat Klaus Pavel sieht im neuen ZEISS Forum ein "Vorzeigeobjekt, das neue Chancen für die weitere wirtschaftliche Stärkung des Ostalbkreises eröffnet". Der Oberkochener Bürgermeister Peter Traub freute sich über "das starke und deutliche Bekenntnis von Zeiss zum Standort Oberkochen". In den vergangenen vier Jahren hat Zeiss insgesamt 380 Millionen Euro auf der Ostalb investiert. eb

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