Busfahrer streiken für höhere Löhne

Warnstreik: In einigen Städten im Südwesten warten Fahrgäste gestern vergeblich an der Bushaltestelle. Das große Verkehrschaos blieb aber aus.

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In vielen Städten im Land sind Busfahrer gestern früh in einen Warnstreik getreten. Die Auswirkungen im Berufsverkehr hielten sich nach Angaben der Polizei in Grenzen. Dabei hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi wie erwartet zwischen 1000 und 1200 Teilnehmer an den Warnstreiks beteiligt. In allen Betrieben, in denen die Gewerkschaft Verdi zum Ausstand aufgerufen hatte, hätten die Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt, sagte Verdi-Sprecher Rudolf Hausmann.

Gestreikt wurde etwa in Ludwigsburg, Reutlingen, Tübingen, Heidenheim und Schwäbisch Hall. Dort fuhren die Busse nach Verdi-Angaben entweder nicht oder stark eingeschränkt. "Die Lage ist gesamt ruhig, es gibt keinen Zusammenbruch des Verkehrs", sagte ein Sprecher des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer. "Durch die vielen Ankündigungen haben sich die Menschen darauf eingestellt und frühzeitig geplant."

Anlass der Aktion ist der monatelange Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe. Verdi fordert für die mehr als 5000 Beschäftigten in gut 400 Firmen eine Gehaltserhöhung von einem Euro pro Stunde und eine monatliche Nahverkehrszulage. Die Arbeitgeber haben kein Angebot vorgelegt. Verdi-Sprecher Hausmann kündigte weitere Warnstreiks an, wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen.

Der Verband der Busunternehmer rief die Gewerkschaft dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Arbeitgeber seien verhandlungsbereit, sagte ein Verbandssprecher. Allerdings wolle man sich nicht darauf einlassen, Mantel- und Gehaltstarifvertrag getrennt zu verhandeln.

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