Brückenbauer zwischen Schule und Lehre: Land bezahlt weiterhin für Berufshelfer

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Bewährtes Programm: Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).  Foto: 

  Anders als zunächst geplant sollen die sogenannten Jugendberufshelfer im Südwesten weiter für einen reibungslosen Übergang zwischen Schule und Ausbildung sorgen. Im Zuge des Paktes für Integration zwischen Sozialministerium und Kommunen solle das Projekt im Jahr 2017 und im Jahr 2018 nun doch mit jeweils 850 000 Euro fortgeführt werden, teilte das Kultusministerium auf Anfrage in Stuttgart mit. Die Mittel sollten ursprünglich eingespart werden, um den Haushalt zu entlasten.

„Der direkte Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung ist für manche Jugendliche mit großen Schwierigkeiten verbunden. Hier setzt das Projekt an“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Die Jugendberufshelfer unterstützen und motivieren demnach seit dem Start des Programms 1999 vor allem leistungsschwächere und sozial benachteiligte Jugendliche auf ihrem Weg in eine Lehre oder in Bildungsgänge wie das Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) oder in das Berufseinstiegsjahr (BEJ).

Opposition lobt „Kehrtwende“

Zu den Aufgaben der Helfer gehören die Vermittlung und Begleitung von Praktika, die Ausbildungsplatzsuche und Bewerbungshilfe. Die Jugendberufshelfer sind bei öffentlichen und privaten Trägern der Jugendhilfe angestellt. Im Jahr 2016 hat das Kultusministerium 80 Vollzeitstellen mit je rund 10 000 Euro gefördert. Davon profitierten 82 Projekte in 35 Stadt- und Landkreisen.

„Jugendberufshelfer leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in unserem Bildungssystem“, betonte auch der SPD-Schulexperte Gerhard Kleinböck. Letztlich nutze die Arbeit auch den Ausbildungsbetrieben. Grün-Schwarz habe daher eine „erfreuliche Kehrtwende vollzogen“.

Auch die FPD-Fraktion begrüßte die Entwicklung. „Jugendberufshelfer ebnen benachteiligten jungen Menschen den Weg in Ausbildung und Beruf und tragen maßgeblich dazu bei, dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen“, erklärte der Sprecher für berufliche Bildung, Klaus Hoher. „Angesichts der Herausforderung, zahlreiche Zuwanderer in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren, dürfte noch mehr Verantwortung auf den Schultern der Jugendberufshelfer ruhen.“

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