Nebenverdienst Brandstiftung? Feuerwehrmann vor Gericht

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Der Eingang des Landgerichts in Stuttgart. Foto: Daniel Naupold/Archiv  Foto: 

Um sich Einsatzgelder zu sichern, soll ein 36 Jahre alter Feuerwehrmann fünf Brände in Rutesheim (Kreis Böblingen) gelegt haben. Seit Montag muss sich der aus dem Großraum Berlin stammende Deutsche wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Zwei kleinere Brandstiftungen - an einem Schuppen und an einem Müllhäuschen - räumte er zum Prozessauftakt ein. Nicht aber den Vollbrand an einem bewohnten Mehrfamilienhaus in Rutesheim. Dort mussten mehrere Bewohner über eine Drehleiter gerettet werden. Daher lautet die Anklage auf versuchten Mord.

Die Bewohner kamen im Januar 2016 mit Rauchgasvergiftungen davon. Niemals habe er Menschen in Gefahr bringen wollen, versicherte der Angeklagte. Nach dem Brand des von mehreren Ausländern bewohnten Hauses war spekuliert worden, ob die Tat von Rechtsextremisten begangen worden sein könnte. Er habe mit diesem Band und einem zweiten Feuer im gleichen Haus wenige Tage später aber nichts zu tun, sagte der 36-Jährige (Az.: 9 Ks 3 Js 34200/17).

Auch die Brände, die er gelegt habe, hätten ihn hinterher geschockt, sagte der Vater zweier Kinder. Er stammt aus dem Großraum Berlin, ging nach der sechsten Klasse von der Schule ab, um für seine Eltern zu arbeiten, wie er angab. Er rutschte in die rechtsextreme Szene ab, nahm schon als Jugendlicher Drogen. Bis heute habe er auch mit Alkohol Probleme. Über Jahre gehörte er zur Hooligan-Szene in Berlin, prügelte sich am Rande von Fußballspielen. Mit 26 kam er nach Baden-Württemberg, wollte sich „absondern“, wie er erzählte. Das Gericht hat noch sechs Verhandlungstage bis 14. Dezember angesetzt.

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