VfB kassiert nach „gruseligem Spiel“ 0:3-Schlappe

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Stuttgarts Trainer Hannes Wolf schaut auf das Spielfeld. Foto: Nicolas Armer

Der VfB Stuttgart hat im Kampf um die direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga den nächsten herben Rückschlag innerhalb von sechs Tagen erlitten. Statt sich die Herbstmeisterschaft zu holen, rutschten die Schwaben durch eine verdiente 0:3 (0:2)-Pleite beim Neuling Würzburger Kickers auf den Relegationsplatz der Zweiten Liga zurück. „Wir haben heute ein gruseliges Spiel gemacht“, beurteilte VfB-Trainer Hannes Wolf die schwache Vorstellung seines Teams am Sonntag. „Das tut natürlich weh.“

Die Stuttgarter waren den Würzburgern in allen Belangen klar unterlegen und hatten zu keinem Zeitpunkt eine echte Chance. Bezüglich Einstellung, Kampfbereitschaft, Aggressivität und Laufbereitschaft ließ der Aufstiegskandidat alle Wünsche offen. Aber sogar spielerisch blieb der VfB deutlich hinter den Kickers zurück. Zudem leistete sich Stuttgart haarsträubende Fehler in der Defensive, was der mutig angreifende Kontrahent konsequent ausnutzte. „Würzburg war in Allem besser“, lautete das nüchterne Fazit des frustrierten Wolf.

Logische Konsequenz des indiskutablen Auftritts des Favoriten waren die drei Gegentreffer durch Rico Benatelli (27.), Clemens Schoppenhauer (40.) und Nejmeddin Daghfous (79.) vor 12 475 Zuschauern in der ausverkauften Würzburger Arena. Während für die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach sogar ein noch höherer Sieg möglich gewesen wäre, konnte sich der VfB keine einzige echte Torchance erarbeiten.

„Heute waren alle Elf in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz“, kritisierte der selbst absolut ineffektive Torjäger Simon Terodde den äußerst lustlosen und einfallslosen Auftritt. „Wir hatten keine richtige Einstellung.“ Die Niederlage sei „sehr, sehr bitter“. Der wegen einer Erkrankung unter der Woche erst nach gut einer Stunde eingewechselte Kapitän Christian Gentner bemängelte: „Wir machten zu viele Fehler und hatten zu schnell Ballverluste.“

Aber auch der Ausfall des rot-gesperrten Abwehrchefs Timo Baumgartl und der erst späte Einsatz Gentners entschuldigten die peinliche Vorstellung nicht. Wolf stellte konsterniert fest: „So können wir nicht spielen.“ Der VfB-Coach suchte nach dem Debakel erst gar nicht nach Alibis oder Ausreden: „Ich habe keine Lust, darum herumzureden.“

Durch die zweite Niederlage in Folge geht der VfB mit einem gewaltigen Stimmungsdämpfer in die Winterpause. War das 1:2 am zurückliegenden Montag gegen Mitabsteiger Hannover 96 zu Hause noch unglücklich, bedeutete die zweithöchste Saisonschlappe nach dem 0:5 in Dresden nun einem klaren Warnschuss. „Das müssen wir aufarbeiten“, kündigte Wolf ein Nachspiel an. In dieser Form können die Stuttgarter das Ziel Aufstieg abhaken. Auf Wolf wartet nun viel Arbeit.

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