Bischofs-Appell an Finanzminister für mehr Gerechtigkeit

|
Jochen Cornelius-Bundschuh (l.) und Stephan Burger. Foto: Uli Deck/Archiv

Die katholische Bischof von Baden, Erzbischof Stephan Burger, und sein evangelischer Kollege, Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, haben sich für eine faire Entschuldung von Entwicklungs- und Schwellenländern ausgesprochen. „Es ist an der Zeit, die Welt mit den Augen der Armen zu sehen“, sagte Burger dem „Badischen Tagblatt“ (Mittwoch) kurz vor dem G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs in Baden-Baden. Mit einem ökumenischen Gottesdienst wollten die beiden Bischöfe an diesem Freitag ihre Solidarität mit den Armen zeigen und dem Ruf nach globaler Gerechtigkeit Nachdruck verleihen.

Die Aufgabe der mächtigen Finanzmister sei es gerade nicht, die Interessen einzelner starker Gruppen und Länder durchzusetzen, betonte Cornelius-Bundschuh. „Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass gerade die Armen bessere und nachhaltige Lebensperspektiven erhalten.“ Die G20 sei nicht auf der Ebene der UN demokratisch legitimiert. Deshalb hätten die oft am stärksten betroffenen Länder im globalen Süden keine Mitsprache. „Für die dort lebenden Menschen wollen wir eintreten.“ In der Gruppe der 20 (G20) sind die 19 führenden Industrie- und Schwellenländer sowie die Europäische Union vertreten.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen