Bischof Fürst für offenen Umgang mit Muslimen

Der Rottenburger Diözesanbischof Gebhard Fürst ruft angesichts der vielen Flüchtlinge muslimischen Glaubens dazu auf, auf beiden Seiten Vorurteile abzubauen. Fürst fordert einen offenen Umgang mit dem Islam und den Muslimen.

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"Integration wird nur gelingen, wenn Kirche und Gesellschaft dem Islam und den Muslimen nicht angstvoll und ablehnend begegnen", sagte der Bischof laut einer Mitteilung der Diözese am Mittwoch bei seinem Neujahrsempfang in Rottenburg. Die Kirche stehe besonders in der Pflicht, aber auch integrierte Muslime müssten vermitteln, sagte Fürst.

Die Religion könne zur Kraft der Versöhnung von Menschen unterschiedlicher Kulturen werden, meinte der württembergische katholische Oberhirte. Durch die Flüchtlinge werde Deutschland nicht nur kulturell, sondern auch in religiöser Hinsicht vielfältiger. Fürst forderte zudem eine stärkere Besinnung auf die christlichen Werte. "Heute müssen wir bitter erfahren, dass ein Europa, das sich nicht auf gemeinsame Werte beruft, ein leeres Gerüst ist", sagte der Bischof. Europa sei eine Wertegemeinschaft, in die das christliche Menschenbild eingeschrieben sei.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart werde in diesem Jahr ihre Flüchtlingshilfe verstärken, kündigte Fürst an. Vor allem die Bildungschancen sollten verbessert werden.

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