Biberach wehrt sich gegen Berliner Schwabenhass

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Schauspieler Bernd Gnann im Oberen Schlossgarten in Stuttgart. Foto Norbert Försterling/Archiv Foto: Norbert Försterling

Mit der Internet-Kampagne „Vom großen B zum kleinen B“ reagiert die baden-württembergische Stadt Biberach an der Riß auf Anti-Schwaben-Sprüche in Berlin. In der Hauptstadt inszenierte Videoclips des schwäbischen Schauspielers und Kabarettisten Bernd Gnann (unter anderem bekannt aus dem „Tatort“) seien Klick-Hits, sagte Stadtsprecherin Andrea Appel am Dienstag. Hintergrund sind Werbesprüche an Berliner Linienbussen mit der Aufschrift: „Liebe Schwaben, wir bringen euch gerne zum Flughafen.“

Die Stadt Biberach an der Riß will mit den Videos nun eine „Schwaben-Rückholaktion“ starten und bietet ihnen unter dem Motto „Geh doch nach Biberach“ eine neue Heimat an. Die Aktion hat auch einen ernsten Hintergrund: Die - im Gegensatz zu Berlin - schuldenfreie Stadt sucht händeringend Fachkräfte für offene Stellen.

In den Videos erkundigt sich Gnann als Kabarettfigur Rainer Holzrück bei Berlinern nach rückkehrwilligen Schwaben - und klopft dabei Sprüche: „Gottes Gabe ist der Oberschwabe“. Antwort eines Berliner Currywurstessers: „Der beste Schwabe ist ein Schwabe in Schwaben.“

„Der Schwabenhass muss da schon ziemlich krass sein“, sagte Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler der „Schwäbischen Zeitung“. Biberach reagiere darauf mit einer „einer humorvollen Gegenaktion“. Auch die „Bild“-Zeitung berichtete über die Social-Media-Initiative.

Geh doch nach Biberach bei Facebook

Informationen der Stadtverwaltung zur Kampagne

Videos der Kampagne

Bericht "Schwäbische Zeitung"

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