Betriebsrat will Aus für Bosch-Rexroth-Standort abwenden

|
Mitarbeiter von Bosch Rexroth. Foto: David Ebener/Archiv

Betriebsrat und IG Metall wollen das Aus für den Standort von Bosch Rexroth in Fellbach (Rems-Murr-Kreis) mit rund 100 Mitarbeitern verhindern. Die Arbeitnehmervertreter wollen ein Alternativkonzept mit verschiedenen Szenarien erarbeiten. „Uns traf die Entscheidung, den Standort zu schließen, völlig unvorbereitet. Wir können diesen Schritt auch nicht nachvollziehen“, sagte Betriebsratschef Bahri Isik am Mittwoch laut Mitteilung.

Bosch Rexroth hatte Anfang Februar angekündigt, bis Ende 2018 in Deutschland bis zu 500 Stellen abbauen zu wollen. Die Arbeitsplätze sollen in Lohr (Bayern), Ober-Ramstadt (Hessen) und Fellbach wegfallen. Neben Fellbach steht auch die Schließung des Standorts Ober-Ramstadt zur Diskussion. Beide Standorte fertigen laut Bosch Rexroth heute in erster Linie Standardkomponenten. Bundesweit beschäftigte Bosch Rexroth zuletzt 15 000 Mitarbeiter, weltweit mehr als 30 000.

Vergangene Woche habe es in Fellbach einen ersten Gesprächstermin mit den Arbeitnehmervertretern gegeben. Das habe den Eindruck bestätigt, „dass die Werksschließung nur aus Gründen der Gewinnmaximierung vollzogen werden soll“, sagte Sandra Kocken, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Waiblingen. Denn der Standort sei profitabel. Bosch Rexroth baut in Fellbach Schaltventile, Industriepumpen, Steuerblöcke und Kleinaggregate. Die Produktion aus Fellbach soll nach den Worten von Kocken nach Rumänien wandern.

Rexroth Mitteilung

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kripo-Beamter der Ulmer Polizei vor Gericht

Wegen Strafvereitelung und Unterschlagung von Geldbußen in zig Fällen muss sich ein Polizist vor der Justiz verantworten. Der Angeklagte bestreitet alles. weiter lesen