Beispiel Freiamt: Windkraft und Vogelschutz

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Der Bestand der Rotmilane im Land wächst. Das freut die Natur- und Vogelschützer. Diejenigen, die die Windkraft zur Stromerzeugung nutzen möchten, nicht. Denn immer wieder sind die geschützten Vögel ein Grund, warum an windigen Standorten keine Windkraftanlagen aufgestellt werden dürfen  – wegen der Gefahr, dass die Vögel von den Rotoren erschlagen werden. Doch es geht auch anders. Das zeigt ein Windkraftprojekt in Freiamt im Kreis Emmendingen.

„Das hier ist ein gutes Beispiel, wie Windkraft und Naturschutz zusammengehen können“, sagte gestern Andre Baumann, Staatssekretär im Umweltministerium, am Fuß der Windkraftanlage „Tännlebühl“. Er versicherte, die Windkraft im Land werde weiter ausgebaut, und das Ziel sei mit dem Schutz des Rotmilans, anderer Vogelarten und der Fledermäuse durchaus vereinbar. Berechnungen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) auf Grundlage des Windpotenzial-Atlases hätten ergeben, dass auf 89 Prozent der Flächen im Land mit hohem Windpotenzial dieses auch genutzt werden könne, sagte Baumann. Lediglich auf elf Prozent der windigen Flächen habe der Rotmilan Vorrang.

Der Bundesverband Windenergie Baden-Württemberg (BWE) hatte Baumann nach Freiamt eingeladen und darum gebeten, den Schutz des Rotmilans zugunsten der Nutzung der Windkraft zu reduzieren.

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