Deutlich mehr Geld für junge Landesbeamte ab 2018

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Euro-Münzen. Foto: Oliver Berg/Archiv

Rund 20 000 junge Landesbeamte können sich früher als gedacht auf deutlich mehr Geld zum Jahresbeginn 2018 freuen. Zu dem Zeitpunkt hebt die grün-schwarze Landesregierung die Eingangsbesoldung für Beamte an, die neu im Staatsdienst sind. Das gaben Regierung und Gewerkschaften am Freitag in Stuttgart nach Verhandlungen bekannt.

Die Vorgängerregierungen hatten die Eingangsbesoldung seit dem Jahr 2005 abgesenkt, um Geld zu sparen. Ursprünglich wollte die Regierung den Sold Schritt für Schritt bis 2022 anheben.

Die vollständige Anhebung auf das alte Niveau bedeutet zum Beispiel für einen jungen Lehrer, der nach A12 bezahlt wird, einen Mehrbetrag von rund 3500 Euro brutto im Jahr. Zudem wird das Tarifergebnis, das für die Angestellten der Länder ausgehandelt worden war, auf alle Beamten übertragen - allerdings mit zeitlichen Verzögerungen, die nach Besoldungsgruppen gestaffelt sind.

Das nun ausgehandelte Paket kostet das Land in den Jahren 2017 und 2018 insgesamt rund 900 Millionen Euro. Das sind rund 300 Millionen Euro mehr als im Haushalt 2017 und in der Finanzplanung für 2018 vorgesehen sind.

Ein Nachtragsetat für das laufende Jahr ist nach Angaben von Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) allerdings nicht nötig. Das Land hat demnach bereits einen Teil der erwarteten Mehrkosten eingeplant. Der Großteil der neuen Ausgaben muss erst von 2018 an finanziert werden. Wie die Mehrkosten von rund 300 Millionen Euro gegenfinanziert werden, wird nach Angaben eines Ministeriumssprechers bei der Aufstellung des Doppelhaushaltes für die Jahre 2018/2019 geklärt.

Beamtenbund Baden-Württemberg

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