Baugrube auf, Baugrube zu: Schildbürgerstreich in Baden-Baden

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Demnächst wieder begehbar: der Leopoldsplatz.  Foto: 

Eine Baustelle, die keine sein darf: Darüber regen sich die Baden-Badener derzeit auf. Eine ältere Frau spricht von „einem Aprilscherz“, Bürger stehen kopfschüttelnd vor der Baugrube. Seit Mitte September wird am „Leo“, dem zentralen Platz der Kurstadt, gebuddelt. Doch wegen des G-20-Finanzministertreffens Mitte März muss die Großbaustelle nun zugeschüttet werden. Auf eine Sandschicht soll auch noch Asphalt kommen.

 Dabei gibt es die Baustelle auf dem „Leo“ erst seit fünfeinhalb Monaten. Doch die Polizei, die für die Sicherheit der 20 wichtigsten Finanzminister der Welt sorgen muss, hält die Grube im Stadtzentrum für ein Risiko, da der Leopoldsplatz „eine wichtige Rolle im Konzept für mögliche Flucht- und Rettungswege“ spiele. Befürchtet wird wohl auch, dass Demonstranten Steine der Baustelle als Wurfgeschosse nutzen könnten.  Von einem fünfstelligen Betrag an zusätzlichen Baukosten, spricht der Pressesprecher der Kurstadt – für den Aufwand, die Baustelle wieder zu schließen. Kritiker rechnen noch mit deutlich mehr.

Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) lehnte es im vorigen Jahr ab, den Start der Bauarbeiten zu verlegen. Nicht nur die Opposition findet: ein Schildbürgerstreich.

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