Bauer zum dritten Mal Ministerin des Jahres

Hochschullehrer haben abgestimmt: Zum dritten Mal wurde Theresia Bauer (Grüne) zur Wissenschaftsministerin des Jahres gewählt.

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Hat an den Unis einen Stein im Brett: Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.  Foto: 

Am Sekt wurde aus Fastengründen am Dienstag von der Wissenschaftsministerin nur genippt, doch gefeiert wurde, was schon 2013 und 2015 erfreute: Theresia Bauer führt erneut das bundesweite Minister-Ranking des Deutschen Hochschulverbands (DHV) an. Damit nicht genug: Noch nie ging die seit 2009 vergebene Auszeichnung dreimal an dieselbe Person.

Hinzu kommt: Rektor des Jahres 2016 wird mit dem Hohenheimer Universitätsprofessor Stephan Dabbert ebenfalls ein Baden-Württemberger. "Die Auszeichnung zeigt, wie gut Wisssenschaft und Politik im Land zusammenarbeiten", stellte Bauer am Dienstag fest. Dabbert wiederum gratulierte Bauer "sehr herzlich zur wohlverdienten Ehrung."

Der DHV versteht sich als bundesweite Berufsvertretung der Hochschullehrer und zählt eigenen Angaben zufolge mehr als 29.500 Mitglieder. Dass der Verband überwiegend an den Universitäten organisiert ist, lässt sich an den mit 1 bis 6 online zu benotenden Statements ablesen: "Macht gute Politik für Universitäten", "kennt die universitären Abläufe". Zu bewerten waren unter anderem auch "Integrität", "gewährt den Hochschulen Autonomie" oder "Durchsetzungskraft im Kabinett".

Bauer schnitt mit Gesamtnote 2,62 ab. Auf Platz zwei liegt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, auf dem dritten Platz die sächsische Amtsinhaberin Eva-Maria Stange. Beteiligt haben sich freilich mit 2828 keine zehn Prozent der DHV-Mitglieder. Und nur ganze 407 wählten Bauer auf den Spitzenplatz, 657 dagegen deren nordrhein-westfälische Kollgein Svenja Schulze mit Note 4,62 zum Schlusslicht. Kritik im Land übte der hochschulpolitische Sprecher der FDP, Friedrich Bullinger: Bauers Gold sei "bestenfalls angelaufenes Messing", da ihre Politik "eine Reihe von Fehlleistungen" aufweise.

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