Ballettchoreographin Kozielska fühlt sich oft nackt

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Choreographin und Tänzerin Katarzyna Kozielska bei einer Probe. Foto: Bernd Weissbrod

Die Stuttgarter Ballettchoreographin Katarzyna Kozielska fühlt sich bei ihrer Bühnenarbeit oft nackt. „Mein tiefstes Inneres ist auf der Bühne. Alles, was ich sagen will. Dabei fühle ich mich wirklich oft nackt“, sagte die 35-Jährige vor der Uraufführung ihres Stücks „Dark Glow“ (Dunkles Glühen) für 19 Tänzer an diesem Freitag. Dieses Gefühl der Nacktheit sieht die gebürtige Polin auch als möglichen Grund für die vergleichsweise geringe Zahl an Frauen unter den Choreographen. „Du musst sehr kämpfen für eine Idee, ein großes Team überzeugen, stehst immer im Mittelpunkt - etwa wie eine Managerin in der Wirtschaft, die sich auch in einer Männerwelt behaupten muss“, sagte Kozielska.

Die Fachzeitschrift „Tanz“ hatte Kozielska 2012 als bemerkenswerte Nachwuchschoreographin genannt. Seither kamen viele Arbeiten hinzu. Die Ideen für ihre eigene Bewegungssprache kämen „einfach“ durch die Musik und Körpererfahrungen, sagte die Tänzerin. Den klassischen Spitzentanz sieht sie dabei als Fundament ihrer Arbeit.

Das Stuttgarter Ballett zeigt an dem Abend mit dem Titel „Verführung“ insgesamt vier Stücke. Kozielska befasst sich in ihrer 25-minütigen Choreographie mit Versuchungen, die etwa das ständig mobil verfügbare Internet bietet - und den Einfluss auf die Gesprächskultur. Die Musik kommt von Gabriel Prokofiev, einem Enkel des russischen Komponisten Sergej Prokofiev. Auftreten wird in der Uraufführung auch der Star des Stuttgarter Balletts: Alicia Amatriain.

Stuttgarter Ballett

Katarzyna Kozielska

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