Baden-Württemberg: Mehr Tote durch synthetische Drogen

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Im vergangenen Jahr sind in Baden-Württemberg 14 Menschen durch den Missbrauch neuer synthetischer Drogen gestorben – zehn mehr als im Jahr davor. Seit Jahresanfang gab es drei Tote im Bodenseeraum, ein Pärchen im Kreis Schwäbisch Hall schwebte in Lebensgefahr. Ursache waren jeweils sogenannte Neue psychoaktive Substanzen (NPS).

Anders als Heroin, Ecstasy oder Marihuana sind viele dieser Substanzen nach wie vor legal, trotz eines neuen Gesetzes. Rund zwei Drittel der im Umlauf befindlichen Stoffe fallen zwar darunter, aber nach wie vor gibt es viele Schlupflöcher.

Aufwendige Tests zum Nachweis, leichte Beschaffbarkeit und der schnelllebige Markt stellen Polizei, Labore und Suchtberatungsstellen vor große Herausforderungen. Die Stoffe sind einfach im Internet zu besorgen, in Form von Research Chemicals oder Legal Highs, doch dadurch umso gefährlicher. „Die Langzeitfolgen der Drogen sind völlig unbekannt und der Konsument macht sich selbst zum Versuchskaninchen“, sagt Philipp Weber, Sozialarbeiter bei Release in Stuttgart. Rund 580 Stoffe sind auf dem Markt, knapp 100 neue kommen jährlich dazu. „Ein Ende des Trends ist nicht in Sicht“, sagt Volker Auwärter,   Toxikologe am Uniklinikum Freiburg. Für viele Suchtberater wäre Drug-Checking sinnvoll zur Prävention. So könnten Partygänger ihre Drogen auf gefährliche Stoffe testen lassen.

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