Aufzüge nehmen Fahrt auf

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Nur Fliegen ist noch schöner – als von Deutschlands höchster Aussichtsplattform aus die Landschaft zu bewundern. Doch die Besucher müssen auf den Genuss noch mindestens ein halbes Jahr warten. Erst Mitte 2017 soll die Aussichtsplattform auf dem 246 Meter hohen Aufzugs-Testturm von ThyssenKrupp Elevator bei Rottweil eröffnet werden.

Für ThyssenKrupp ist die Plattform ohnehin nur ein „Nebenprodukt“ in seinem Testturm. Viel wichtiger ist für das Unternehmen, dass der Turm nach gut zwei Jahren Bauzeit fertig ist und die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten darin beginnen können. Gestern wurde der Turm in Betrieb genommen – und gefeiert.

Herzstück des Testturms sind zwölf Aufzugschächte. In ihnen entwickelt und erforscht ThyssenKrupp neue Aufzugssysteme, speziell solche, die in extrem hohen Hochhäusern zum Einsatz kommen sollen. Damit forsche das Unternehmen in die Zukunft, sagte gestern Vorstandsvorsitzender Andreas Schierenbeck. „Der Trend geht in die Städte und zu immer höheren Gebäuden.“ Mehr als 1000 Meter hohe Hochhäuser seien in Planung. ThyssenKrupp sehe seine Aufgabe darin, für diese Bürotürme und die tausende von Menschen darin effiziente Mobilität zu entwickeln. Dafür sei der Testturm gebaut worden. „Der Turm ist für die Forschung extrem wichtig.“ Darin soll auch das Aufzugssystem „Multi“ entwickelt werden. Bei dem sind in jedem Schacht mehrere Kabinen unterwegs, die vertikal und horizontal fahren. Dabei hängen die Kabinen nicht an Seilen, sie werden durch Magnetschwebe-Technologie angetrieben.

„Das Projekt ist extrem gut gelaufen“, sagt Schierenbeck. Man liege im Zeit- und im Kostenplan. ThyssenKrupp investiert 40 Millionen Euro. Einzig die Fassade habe nicht wie geplant installiert werden können. Die Suche nach der Antwort auf die Frage, wie kann sicher am Turm gearbeitet werden, habe länger gedauert. Mitte 2017 soll die Fassade fertig sein. Erst dann wird die Plattform eröffnet. Petra Walheim

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