Aufgepasst bei der Monsterjagd - Polizei klärt über „Pokémon Go“ auf

Mit „Pokémon Go“ jagt man virtuelle Monster – und kann im Eifer des Gefechts beklaut werden. Die Karlsruher Polizei warnt – und spielt selbst.

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In einer landesweit einmaligen Aktion hat die Karlsruher Polizei über Gefahren beim Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ aufgeklärt. Polizisten informierten gestern in der Karlsruher Innenstadt Spieler, Eltern und andere Interessierte über mögliche Probleme im Straßenverkehr oder Straftaten im Zusammenhang mit „Pokémon Go“. Bei dem Smartphone-Spiel gehen Nutzer in der realen Welt auf die Suche nach kleinen virtuellen Monstern, die sie fangen, trainieren und gegeneinander kämpfen lassen können. Ein Problem: Auch Kriminelle nutzen das. In Karlsruhe wurde etwa ein Junge erst an einen abgelegenen Platz gelockt – und dann überfallen. Sein Smartphone war er los.

„Manche nutzen das für Straftaten“, sagte Polizeisprecherin Anna-Katrin Müller. Vor allem für Taschendiebe sind auf ihr Handy konzentrierte Pokémon-Spieler perfekte Opfer. In einer eigens für die Aktion gedruckten Broschüre erläutert die Karlsruher Polizei, wie das Spiel funktioniert, wie man seine Daten schützt und auf was man bei der Pokémon-Jagd achten sollte: zum Beispiel auf den Straßenverkehr. Nutzer sollten „Pokémon Go“ niemals beim Rad- oder Autofahren oder auf dem Skateboard spielen.

Kinder sollten zudem nicht allein auf Monsterjagd gehen und dunkle Orte meiden. „Und man sollte die Privatsphäre anderer achten“, betonte Polizistin Müller – und nicht in fremde Vorgärten gehen. Für Aufregung habe bei einem Anwohner bereits eine nächtliche Spieler-Versammlung in Pforzheim gesorgt: „Da standen plötzlich 30 Leute vor dem Landratsamt.“

Polizistin Müller hat wie andere Kollegen das Spiel selbst auf ihrem Smartphone und zeigte Passanten, wie es funktioniert. „Man lernt schon noch was“, sagte sie. So zeigte ihr Handy an, dass der Friedrichsplatz, auf dem der Präventionsstand aufgebaut war, ein „Pokéstop“ ist – also ein Ort, wo Spieler virtuelle Spiel-Gegenstände sammeln können.

Bei Passanten kam der Info-Stand sichtlich gut an. „Ich find‘s toll, dass so früh aufgeklärt wird“, sagte ein Student. Und vor allem Eltern nahmen gern das Infoblatt mit.

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