Auf großer Wanderschaft: Luchs Friedl streift vom Schwarzwald bis nach Ulm

Vor fünf Monaten war ein zugewanderter Luchs im Mittleren Schwarzwald aufgetaucht. Experten des Landes hatten das Luchsmännchen mit einem Halsbandsender ausstatten können. Die bisherigen Daten zeigen, dass Friedl sich vom Mittleren Schwarzwald bis nach Ulm und von dort aus weiter Richtung Stuttgart bewegt hat.

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Wie von anderen Wildtieren auch gibt es vom Luchs keine stabile Population mehr in Baden-Württemberg. Vor fünf Monaten war ein zugewanderter Luchs im Mittleren Schwarzwald aufgetaucht. Expertinnen und Experten des Landes hatten das Luchsmännchen mit einem Halsbandsender ausstatten können. Das Tier mit dem wissenschaftlichen Namen B415 hat den Namen Friedl bekommen.

Nachdem der Sender angebracht war durchstreifte der Luchs zunächst den Mittleren Schwarzwald und nutzte dabei regelmäßig eine Fläche von über 200 Quadratkilometern. Danach begab er sich auf weite Wanderschaft nach Osten. Nachdem der Luchs die A81 vermutlich unter der Neckartalbrücke querte und auf die Schwäbische Alb zog, war er am 3. September schließlich vor den Toren Ulms angelangt. „In Ulm stand Friedl vor der ersten wirklich großen geschlossenen Siedlung auf seiner Wanderung, kehrte um und zog anschließend in nordwestlicher Richtung entlang der Autobahn A8 bis Weilheim unter Teck – dem bisher letzten Peilpunkt“, sagte Herdtfelder. 

Die Daten aus dem Luchsmonitoring leisten einen wertvollen Beitrag, um die Durchlässigkeit der Landschaft für Wildtiere besser zu verstehen – und verbessern zu können, beispielsweise durch Grünbrücken über große Straßen. Grünbrücken schützen auch Autofahrer vor gefährlichen Zusammenstößen mit Wildtieren. Wir können hier wertvolle Erkenntnisse sammeln, die so in keinem Lehrbuch stehen. Das ist nur möglich, weil sich streng geschützte Wildtierarten wieder bei uns heimisch fühlen“, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch in Stuttgart. 

Bis April 2016 soll der Sender noch Daten schicken, bevor sich das Halsband automatisch löst und Friedl wieder unbeobachtet seiner Wege ziehen wird.

Luchs wohl nur auf Durchreise

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