Atomkraftwerk: Neubauten für Abrissarbeiten

Bei der Demontage des stillgelegten Meilers der Neckarwestheimer Atomkraftwerke ist die ENBW einen Schritt weiter. Das Landratsamt Heilbronn hat jetzt die Erlaubnis für die Errichtung der für den Rückbau notwendigen Infrastruktur erteilt.

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Wie das Energieunternehmen am Montag mitteilte, sind drei Bauwerke genehmigt. Der Reaktor kann erst abgebrochen werden, wenn ein Reststoff-Bearbeitungszentrum (RBZ) fertig ist. In dieser Anlage soll nach ENBW-Angaben "das Volumen radioaktiver Abfälle auf ein Minimum reduziert" werden. Alles, was auf herkömmlichen Deponien gelagert oder wiederverwertet werden kann, wird in dem RBZ aussortiert. Der Reaktor-Betreiber geht davon aus, dass etwa ein Prozent der gesamten Abbaumasse als radioaktiver Müll gesondert zu behandeln ist.

Die schwach- bis mittelradioaktiven Teile sollen in den umgerüsteten "Schacht Konrad" bei Salzgitter gebracht werden. Dieses Endlager steht jedoch nach Auskunft des Bundesamts für Strahlenschutz nicht vor 2022 zur Verfügung, selbst dieser Termin ist nicht sicher. Deshalb muss das brisante Material auf dem Neckarwestheimer Gelände aufbewahrt werden. Dafür wird ein Standort-Abfalllager gebraucht. Als Drittes wird auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche ein Sozial- und Infrastrukturgebäude hochgezogen. Die ENBW rechnet mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren.

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