Freie Schulen fordern höhere Zuschüsse
Stuttgart.
Die Privatschulen in Baden-Württemberg fordern mehr Zuschüsse vom Land. Für einige Schulen sei die Lage bereits "existenzbedrohend", teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband gestern in Stuttgart mit. Statt wie vereinbart für Schulen in freier Trägerschaft die Zuschüsse auf 80 Prozent Kostendeckung zu steigern, habe die Regierung sie gesenkt.
Unterstützung bekam der Verband von der Opposition. Die schulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Renate Rastätter, sprach von einer "schreienden Ungerechtigkeit gegenüber Eltern, die sich für eine Schule in freier Trägerschaft entscheiden". Die eingeplanten Mittel sollen lediglich das Absinken der Zuschüsse ausgleichen. Und die SPD will in die Haushaltsberatungen einen Antrag auf höhere Förderung einbringen. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU im Land sieht private Schulen bei der Bildungsqualität an der Spitze. Eltern müssten sich den Besuch ihrer Kinder an einer Freien Schule leisten können.
Kultusminister Helmut Rau (CDU) entgegnete, die Zuschüsse für die Privatschulen seien kontinuierlich erhöht worden. Allein 2009 seien sie von 559,59 Millionen Euro auf 595 Millionen Euro gestiegen.
Nach Berechnung der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen in Baden-Württemberg (AGFS) werden etwa die freien Gymnasien von einem Deckungsgrad von mehr als 79 Prozent im Jahr 2006 auf eine Deckung von etwa 68 Prozent in den nächsten drei Jahren absinken. Erforderlich sei jedoch eine Deckungsquote von 80 Prozent. Dies müsse die Landesregierung im Doppelhaushalt 2010/2011 einplanen. Die Beratungen dazu beginnen heute. Die AGFS ruft heute zu einer Demonstration in Stuttgart auf. ddp
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
19.01.2010
MEISTGELESENE ARTIKEL
So haben die Ulmer den Schwörmontag erlebt
Ulm Schwörrede und Nabada sind vorbei. Jetzt heißt es: Ab in die Friedrichsau und erst einmal ausruhen. Auf der Dianawiese gibt's Leckeres zu essen und Erfrischendes zu trinken. Die Grünflächen laden zum Grillen und Erholen ein. Wir haben die Ulmer befragt, wie ihr Schwörmontag war und wo es jetzt noch hingeht.... mehr
So feiert Ulm den Schwörmontag
Ulm Blauer Himmel, angenehme Wassertemperaturen auf der Donau: Beste Bedingungen für die vielen Nabader. Und so feucht fröhlich ging es zu beim Nabada 2010. Hier die Bildergalerien vom Nabada ansehen und bewerten!... mehr
Nie mehr zurück ans Set: Heinrich Schmieder tot
Gaildorf/Livigno Die Transalp 2010 wollte er packen, das härteste Mountainbike-Rennen der Welt. Doch er sollte nicht ans Ziel kommen: Der aus Gaildorf stammende Schauspieler Heinrich Schmieder (40) ist tot.... mehr
Hinweise auf fatale Fehler bei Loveparade
Duisburg Nach der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade verdichten sich die Hinweise auf fatale Fehler der Planer. Gegen die Stadt, die Polizei und den Veranstalter gab es neue massive Vorwürfe.... mehr
Die größte Wasserschlacht des Landes
Ulm Kurz vor 16.00 Uhr schwammen die Möwen noch friedlich auf der Donau. Doch nach den Startschüssen zum Ulmer „Nabada“ brachten sich die Tiere schnell in Sicherheit. Tausende Ulmer paddelten in unzähligen Schlauchbooten, auf Gummitieren oder selbst gebauten Flößen wie eine geschlossene Wand flussabwärts. ... mehr

ZURÜCK

