Aras: AfD-Wähler nicht als rechtsradikal abstempeln

|

Die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, Muhterem Aras, sieht die etablierten Parteien in der Pflicht, das Gespräch mit den Wählern der AfD zu suchen. „Wir können es uns nicht leisten, 15 Prozent der Wähler an die AfD abzugeben, sie abzuschreiben und als rechtsradikal abzustempeln“, sagte Aras im Interview mit der SÜDWEST PRESSE. Sie wünsche sich, „die Menschen wieder in die Mitte zu holen, die angesichts von Globalisierung und Internationalisierung verunsichert sind und sich den Rechtspopulisten zuwenden“. Jeder, dem der Zusammenhalt der Gesellschaft wichtig sei, müsse daran ein Interesse haben. „Alles andere wäre fahrlässig.“ Wichtig sei aber auch, zu sehen, dass 85 Prozent der Baden-Württemberger „für eine pluralistische, offene Gesellschaft“ stünden. „Deshalb dürfen wir unser Handeln nicht davon abhängig machen, was Rechtspopulisten fordern.“

Derweil hat die AfD-Landtagsfraktion die Streichung der Zuschüsse für die NS-Gedenkstätte Gurs beantragt, in die Juden aus dem badischen Landesteil deportiert worden waren. Zuschüsse für Fahrten zu NS-Gedenkstätten will die AfD zudem umwidmen für Fahrten zu „bedeutsamen Stätten der deutschen Geschichte“. Vertreter der anderen Fraktionen im Landtag reagierten entsetzt: Die AfD im Südwesten folge dem Kurs des Thüringer AfD-Rechtsauslegers Björn Höcke.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kritik an Plänen für den Ulmer Bahnhofplatz

Was die Ulmer Stadtverwaltung am Bahnhofplatz vorhat, gefällt nicht allen Stadträten. Kritik ernten vor allem das Dach und die Haltestellen. weiter lesen