Antrag beantragt zweites Biosphärengebiet: Südschwarzwald will Gütesiegel der Unesco

Der Südwesten soll im Südschwarzwald ein zweites Biosphärengebiet bekommen: In den nächsten Wochen beantragt das Land das Gütesiegel bei der Unesco.

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„Mit der Anerkennung durch die Unesco  spielen wir in der Champions League der Schutzgebiete“, sagte Regierungschef Winfried Kretschmann  gestern nach der Ministerratssitzung. In den nächsten Wochen soll der Antrag zur Anerkennung an die Unesco gehen. Nach der Schwäbischen Alb wäre der Schwarzwald das zweite Biosphärengebiet im Land. Zusammen mit dem Nationalpark im Nordschwarzwald ist es das zweite herausragende Naturschutzprojekt der grün geführten Landesregierung.

 28 Städte aus den Kreisen  Lörrach, Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald  sowie die Stadt Freiburg  haben dem Antrag zugestimmt, allein die Gemeinde Feldberg fürchtet um Einschränkungen im Skitourismus und macht deshalb nicht mit. Rund 63.000 Hektar Fläche sind in drei Zonen unterteilt: eine kleine Kernzone mit Buchen- und Mischwald, der sich selbst überlassen bleibt. Darum wird eine Pflegezone gezogen mit Kulturlandschaften wie Wiesen und Weiden, die durch langanhaltende menschliche Nutzung entstanden sind und die knapp  30 Prozent der Fläche umfasst. Den größten Flächenanteil mit rund zwei Dritteln macht die Entwicklungszone aus. Hier werde nachhaltiges Wirtschaften verlangt, allerdings sind laut Umweltminister Franz Untersteller alle wirtschaftlichen oder touristischen Nutzungsarten möglich.  Die Geschäftsstelle soll nach Schönau, ein Besucherzentrum nach Todtnau.  Für die Entwicklung des geforderten Rahmenkonzepts haben die Gemeinden nach der für den kommenden Herbst erwarteten Anerkennung drei Jahre Zeit.

 Rund 660.000 Euro will das Land in den kommenden drei Jahren allein tragen, danach werden die Kreise und Kommunen zu einem knappen Drittel beteiligt. Von der Unesco selbst kommen Ruhm und Anerkennung, aber keinerlei finanzielle Zuschüsse. Untersteller lobte die Erfahrungen, die man seit 2009 mit dem Biosphären-Projekt auf der Schwäbischen Alb gesammelt habe. Dort ist die Warteliste der Kommunen, die mitmachen wollen, auf 23 angewachsen. Über ihren Beitritt werde nach 2019 entschieden, wenn das Projekt evaluiert wird. Die Hoteliers meldeten überdurchschnittliche Wachstumsraten bei den Übernachtungen. Untersteller:  „Ich hoffe, dass das im Südschwarzwald ähnlich ist.“

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