Anleger lockte das leicht verdiente Geld Unternehmer wegen Betrugs verurteilt

Mit einem Konzept für alternative Energien versprach ein Unternehmer gutgläubigen Anlegern enorme Gewinne. Nun muss er wegen Betrugs in Haft.

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Es war ihnen in Aussicht gestellt worden, ihr Kapital in nur drei Monaten verdoppeln zu können: Mit diesem Versprechen täuschte ein inzwischen 66 Jahre alter Geschäftsführer einer Firma für Solaranlagen gutgläubige Anleger. Diese investierten bis zu 100 000 Euro - doch das versprochene Geld blieb aus. Das Landgericht Heilbronn hat den Unternehmer gestern wegen gewerbsmäßigen Betruges zu einer Freiheitsstrafe in Höhe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Sechs Monate gelten bereits als abgeleistet.

Der Mann habe verlustrisikofreie Sicherheiten versprochen, die nie existiert hätten, sagte der Richter. Das auf diese unlautere Art eingenommene Geld sei auf Konten in der Schweiz geflossen. Aus diesen Mitteln habe er seinen Lebensunterhalt teilweise mitfinanziert. Über die angepriesene Solaranlage in Thüringen hat das Unternehmen nie verfügt, davon geht der Staatsanwalt in der Anklageschrift aus. Die Täuschungshandlungen seien auch außerhalb Baden-Württembergs vollzogen worden, in Bayern und in der Schweiz.

Das Gericht vermutet Hintermänner: "In diesem Fall sind noch größere Haie unterwegs gewesen." Man könne den 66-Jährigen jedoch nicht zu einem Helfer herunterstufen, da er derjenige war, der die Verträge abschloss. Die Leichtgläubigkeit der Anleger sei seiner Überzeugungskraft geschuldet gewesen. Das Geständnis zu den Taten des Angeklagten sei glaubhaft, da es von Einsicht und Reue getragen war, sagte der Richter. Er bemühe sich um eine Wiedergutmachung.

In dem Verfahren war es ursprünglich um einen Schaden in Höhe von einer halben Million Euro gegangen. Inzwischen wurden die Vorwürfe auf zwei Fälle mit einem Gesamtschaden von etwa 200 000 Euro beschränkt. Bereits zuvor kam der Mann mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt. So wurde er unter anderem in einem ähnlichen Verfahren im März dieses Jahres vom Amtsgericht Esslingen verurteilt.

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