Angeklagter will Presseberichte unterbinden

Ein Angeklagter hat Richter aufgefordert, die Berichterstattung in der Presse über seinen Fall zu "unterbinden". Der 28-Jährige steht seit einigen Wochen vor dem Mannheimer Landgericht. Er soll eine demente Seniorin um 300.000 Euro betrogen und das Geld größtenteils verspielt zu haben.

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Der Angeklagte behauptet nun, in der Presse sei falsch berichtet und er dadurch vorverurteilt worden. Die Schöffen würden durch die Zeitungsbeiträge in ihrem Urteil beeinflusst. Zudem beantragte er, die Öffentlichkeit, also auch die Presse, von dem Verfahren auszuschließen. Und er stellte einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Rolf Glenz. Er hege "erhebliches Misstrauen" gegen Glenz, der voreingenommen sei. Deshalb müsse der Prozess "ausgesetzt" werden. Zudem sieht der junge Mann seine Menschenrechte verletzt, weil ihm mehrfach kein Hofgang im Gefängnis gewährt worden sei.

Der Angeklagte agierte, wie bereits bei früheren Anträgen, ohne seinen Verteidiger konsultieren. Der machte auch keine Anstalten, seinen Mandanten zu bremsen. Der Angeklagte behauptet, die 75-Jährige habe ihm das Geld geschenkt. Die Seniorin hingegen glaubte damals, er werde das Geld zurückzahlen. Ein Gutachter attestierte dem 28-Jährigen eine dissoziale Persönlichkeitsstörung - der kündigte an, für sein Schlusswort werde er sieben Stunden brauchen.

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