Angeblicher Südpol-Rekord: Kein Betrug

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen einen Extremsportler aus Balingen (Zollernalbkreis) eingestellt. Der Sportler hatte behauptet, dass er im Januar 2015 allein einen Extremfußmarsch zum Südpol geschafft hat.

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Tatsächlich hat er vom 29. Dezember 2014 bis 9. Januar 2015 nur an einer Expedition zur Besteigung des Mount Vinson in der Antarktis teilgenommen. Nach eigenen Angaben hat er sich direkt im Anschluss allein auf den Weg zum Südpol gemacht. Das konnte er dann aber nicht belegen.

Ein Betrug konnte ihm aber laut Hechinger Staatsanwaltschaft nicht nachgewiesen werden, "da er zum Zeitpunkt der Sponsorensuche wohl ernsthaft vor hatte, die Expedition durchzuführen, dies aber letztlich aufgrund verschiedener Umstände nicht getan hatte."

Einerseits, so hätten die Ermittlungen ergeben, habe die Sponsorensuche zwar einige Ausrüster, aber nur geringe Bargeldbeträge von insgesamt 858 Euro ergeben, zum anderen war ihm der Fußmarsch an den Südpol von der Dessauer Umweltbehörde untersagt worden. Der Schwindel war aufgeflogen, weil der Sportler sich weigerte, seine GPS-Daten herauszugeben. Das Verfahren sei letztlich auch deshalb eingestellt worden, weil sich die Sponsoren des Extremsportlers "nicht betrügerisch geschädigt fühlten", sagte Nicole Luther, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hechingen.

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