Ausstellung mit 3D-Bildern aus dem All eröffnet

Der Astronaut Alexander Gerst startet eine Mars-Mission. Allerdings vorerst nur mit eindrucksvollen Fotos, die in Künzelsau gezeigt werden.

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Das war wohl der letzte offizielle Besuch in der Heimat vor der nächsten Dienstreise in den Weltraum. Der Astronaut Alexander Gerst (41) hat am Freitag in Künzelsau eine Ausstellung über den Mars eröffnet. Die 3D-Fotos werden bis 27. August gratis im Carmen-Würth-Forum gezeigt. Sie sollen, so Gerst, „einen besseren Eindruck von unserem Nachbarplaneten vermitteln“. Vielen sei noch gar nicht klar, „wie greifbar nah unsere kosmischen Nachbarn inzwischen gekommen sind und wie wichtig es ist, dass wir sie erforschen“. Gerst hat seine Bereitschaft bekundet, an einer Mars-Mission teilzunehmen.

Ende April geht es wieder zur ISS

Zuvor wird „Astro-Alex“ Ende April 2018 zum zweiten Mal für ein halbes Jahr in die Weltraumstation ISS einziehen. Die Zubringer-Rakete wird wieder im kasachischen Weltraum-Bahnhof Baikonur starten, damit die zeitweise von Gerst gesteuerte Sojus-Kapsel an der ISS andocken kann.  In diesem „Außenposten der Menschheit“ kennt sich der promovierte Geophysiker schon aus, umrundete er doch schon 2014 an 166 Tagen in einer Höhe von 400 Kilometer alle 90 Minuten die Erde. Nach seiner Landung hatte er sofort signalisiert, dass er gerne wieder „da hoch“ wolle. Bereits im Mai 2016 bekam er die gute Nachricht, dass sein Wunsch in Erfüllung gehen werde. Damit nicht genug: Gerst wird auch als erster Deutscher für drei Monate das Kommando über die international besetzte Mannschaft der ISS übernehmen.

Aus seiner Heimat wird ein Tintenfisch-Fossil den Ehren­bürger auf der Mission „Horizons“ begleiten. Es handelt sich um einen 243 Millionen Jahre ­alten Ceratit aus Hohenloher ­Muschelkalk. Die Stadt Künzelsau hatte zur Souvenir-Suche aufgerufen.

Gerst war im Mai 2009 von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) unter 8413 Bewerbern ausgewählt worden. Bei seinem ersten Abenteuer im All hatte er sich dank nachdenklicher Botschaften über die Erde („wie zerbrechlich unser kleiner, blauer Planet ist“) große öffentliche Wertschätzung erarbeitet. Seither wird „Astro-Alex“ nicht nur in Hohenlohe angehimmelt.

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