Al-Kaida-Helfer will Job bei Daimler zurück

|

Als Terrorhelfer für Al-Kaida wollte er die westliche Welt erschüttern - nun bemüht ein 34-Jähriger das Arbeitsgericht, um seine Wiedereinstellung bei Daimler zu erreichen. Der verurteilte Mann will seine frühere Stelle bei dem Autokonzern zurück. Daimler lehnt dies ab - unter anderem mit der Begründung, der Kläger stelle eine Gefahr für die Belegschaft und den Betriebsfrieden dar. Der Verurteilte argumentiert, er habe dem Terrorismus abgeschworen und arbeite in keinem sicherheitsrelevanten Bereich. Nun muss sich das Stuttgarter Landesarbeitsgericht mit dem Fall beschäftigen. Eine Verhandlung ist für den 24. Mai angesetzt.

Das Koblenzer Oberlandesgericht hatte den heute 34-Jährigen im Juli 2010 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er soll 2006 einem Kurier des Terrornetzwerks Al-Kaida Entfernungsmessgeräte, Metalldetektoren, Wanzendetektoren, Nachtsichtgeräte und Geld übergeben haben. Das Urteil ist seit Mai 2011 rechtskräftig.

Sermet I. hatte lange in Sindelfingen (Kreis Böblingen) gelebt und bei Daimler gearbeitet. Im November 2007 schlossen er und sein Arbeitgeber eine Vereinbarung über ein "Sabbatjahr". Sie enthielt eine zunächst bis 2008 befristete Wiedereinstellungszusage für den alten Arbeitsplatz, die Daimler später bis Ende November 2010 verlängerte. Zuletzt arbeitete Sermet I. von Dezember 2007 bis Ende Januar 2009 am Daimler-Standort Malaysia. Bei seiner Einreise aus Malaysia wurde er auf dem Flughafen Stuttgart verhaftet. Der Terrorhelfer machte die Wiedereinstellungszusage laut Gericht rechtzeitig geltend, doch Daimler verweigerte ihm ein Jobangebot und widerrief die Zusage. Das Arbeitsgericht verurteilte Daimler im August 2011 dazu, den Mann wieder einzustellen. Dagegen legte der Autobauer Berufung ein.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ulmer Weihnachtsmarkt eröffnet am Montag

Kürzer, größer, sicher: 26 Tage dreht sich ab Montag auf dem Ulmer Münsterplatz alles um Glühwein, Wurst und Co. Betonwände sollen vor Terror schützen. weiter lesen