Agrarminister Bonde: Das natürliche Erbe bewahren

Heute ist der Internationale Tag der Biologischen Vielfalt. Agrarminister Alexander Bonde (Grüne) ruft zum Stopp des Artensterbens auf. Seit 1992 sind 11,6 Prozent der Landesfläche unter Schutz gestellt worden.

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  • . . .Alpenbock. . . 1/4
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  • . . .und Uhu. Fotos: Archiv/Fotolia 2/4
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  • Gefährdete Arten: Grauspecht. . . 3/4
    Gefährdete Arten: Grauspecht. . .
  • . . .Großes Mausohr. . . 4/4
    . . .Großes Mausohr. . .
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Während einer Zugfahrt durch das Obere Donautal hat der Minister für den Ländlichen Raum, Alexander Bonde, auf die Bedeutung der Artenvielfalt hingewiesen. "Wir müssen unser natürliches Erbe für unsere Kinder bewahren", sagte Bonde. In den letzten 500 Jahren sind bereits 500 Arten für immer von der Erde verschwunden, vielfach mit Zutun der Menschen. Weltweit sind mehr als 11 000 Arten, darunter 7000 Pflanzenarten, vom Aussterben bedroht. "Wir müssen das Artensterben stoppen", sagte Bonde zum Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt, der am 22. Mai begangen wird.

Um Tiere wie die Große Hufeisennase oder Pflanzen wie das Sumpf-Glanzkraut zu schützen, hat die Europäische Union 1992 die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) beschlossen. Seither sind in Baden-Württemberg 260 Gebiete mit 414247 Hektar unter Schutz gestellt worden - 11,6 Prozent der Landesfläche. Dazu zählt auch das Obere Donautal. "Wie wichtig Rückzugsräume und Vernetzungsachsen sind, zeigt sich besonders entlang der Donau", sagte Bonde. Als Fließgewässer bilde sie eine natürliche Vernetzungsachse, die der Ausbreitung und dem Austausch der Arten dient.

Zum Erhalt der Artenvielfalt sei der Mensch nicht nur moralisch verpflichtet, sagte Bonde. Dafür bestehe auch ein wirtschaftliches Interesse, beispielsweise für die Entwicklung von Medikamenten, von denen die meisten aus Pflanzen hergestellt würden. Von der Intelligenz der Natur könne der Mensch lernen und ein tieferes Verständnis von Zusammenhängen erleben, sagte Bonde. Naturschutz bedeute auch touristische Wertschöpfung.

Zum diesjährigen Motto der UN-Dekade für die Biologische Vielfalt 2011 - 2020 haben das Regierungspräsidium Tübingen und der Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau GmbH (Naldo) eine Broschüre mit Wandervorschlägen mit der Donautalbahn herausgegeben. Auf drei verschiedenen Natura-Touren könnten Touristen die biologische Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft erleben, ohne auf das Auto angewiesen zu sein, sagte Bonde. Der Naturparkexpress verkehrt an Wochenenden und Feiertagen zwischen Sigmaringen und Tuttlingen. Verbunden ist er auch mit der Stadt Blumberg, dem Ausgangspunkt für die Wutachtalbahn im Schwarzwald.

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