AfD-Spitzenkandidatin Weidel bekräftigt Eidbruch-Vorwurf

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AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. Foto: Martin Schutt/Archiv  Foto: 

Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel hat den Vorwurf des Eidbruchs gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigt und ist dafür am Donnerstagabend bei einer Wahlkampfdebatte in Ravensburg scharf kritisiert worden. Merkel habe sich bei der Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge 2015 über Gesetze hinweggesetzt und damit ihren Amtseid gebrochen, sagte Weidel bei einer öffentlichen Diskussionsrunde der „Schwäbischen Zeitung“ mit Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl aus Baden-Württemberg.

Die Bundesregierung betreibe eine „rechtsbrüchige Politik, und darum haben wir so viel Zulauf, wir sind jetzt bei zwölf Prozent“, betonte Weidel unter dem Protest der anderen Debattenteilnehmer von den Grünen, der SPD, der CDU und der FDP.

Scharf kritisiert wurde Weidel für eine kürzlich geschaltete Website, auf der Merkels „Versagen“ dafür verantwortlich gemacht wird, dass 98 Menschen bei Anschlägen von Terroristen getötet oder verletzt worden seien. Damit erweise sich Weidel als „Brandstifterin“, betonte der Vorsitzende des CDU-Bezirks Württemberg-Hohenzollern, Thomas Bareiß, der in der „Ravensburger Runde“ zum Bundestagswahlkampf den CDU-Spitzenkandidaten Wolfgang Schäuble vertrat.

Der baden-württembergische FDP-Spitzenkandidat Michael Theurer warf Weidel vor, entgegen besseren Wissens unwahre Behauptungen zu verbreiten. „Wir als FDP verwahren uns gegen derart schmutzige Angriffe (gegen Merkel).“ Ähnlich äußerten sich die Vertreter der anderen Parteien, unter ihnen auch Kerstin Andreae (Grüne), Bernd Riexinger (Linke), und Leni Breymaier (SPD).

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