Auch ohne Goc Titelkandidat: Adler starten Eisbären-Duell

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Mannheims Marcel Goc wird beim Spiel gegen die Eisbären fehlen. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Auch ohne Vorzeigeprofi Marcel Goc sind die Adler Mannheim ein Titelkandidat. An diesem Dienstag beginnt die entscheidende Saisonphase für die Adler mit dem ersten von maximal sieben Viertelfinalspielen gegen die Eisbären Berlin. Der Kapitän des Nationalteams wird dann nur zuschauen - wie seit dem 15. Januar, als ihm das Kreuzband riss. Doch der sechsmalige Champion der Deutschen Eishockey Liga hat den bitteren Verlust weggesteckt und wird nach der erfolgreichen Hauptrunde als Favorit gehandelt.

„Ich würde schon Mannheim sagen. Die haben einfach die größten Möglichkeiten und einfach einen starken Kader“, antwortete Wolfsburgs Manager Karl-Heinz Fliegauf auf die Frage nach seinem Meistertipp. Adler-Trainer Sean Simpson wiegelt ab. „Es gibt viele Mannschaften, die Meister werden können. Wir haben eine Chance“, sagte der 56-Jährige. „Wir spüren keinen Druck, die Meisterschaft zu gewinnen.“

Ein frühes Aus gegen die Eisbären wäre nach deren misslungener Vorrunde eine Überraschung. Die Adler beginnen die Playoffs als formstärkstes Team der Liga. Nach einer Serie mit zwölf Siegen verhinderte erst eine Pleite am letzten Vorrunden-Spieltag gegen Straubing Platz eins. „Aber es gibt keine Garantie, dass wir trotz der guten Hauptrunde den Titel holen“, meinte Simpson.

Neben der Qualität im Team ist der Trainer einer der Gründe, warum Mannheims Weg schon jetzt weiter führt als in der vergangenen Saison. Als Titelverteidiger waren die Adler im März 2016 in den Vor-Playoffs gescheitert. Der Hürde, die sich diesmal der Gegner Berlin, nicht aber der Vorrunden-Zweite Mannheim stellen musste.

Im vergangenen Sommer war Simpson nach 13 Jahren in die DEL zurückgekehrt. Er weiß, wie Erfolg funktioniert. 2000 gewann er mit den München Barons den deutschen Titel, 2013 holte er mit der Schweiz sensationell WM-Silber. Die Adler scheint er nun besser anzupacken, als Craig Woodcroft und Greg Ireland in der Vorsaison.

Zum Playoff-Auftakt fehlt ihm nur Goc im hervorragend ausgestattetem Kader. Auch Chad Kolarik, eine der gelungenen Neuverpflichtungen, meldete sich fit. Mit 25 Treffern ist der Amerikaner bislang bester Adler-Torjäger. „Jetzt ist es auch an uns im Trainerstab daran, Entscheidungen zu treffen“, sagte Simpson über seine Auswahl.

Die Berliner des früheren Bundestrainers Uwe Krupp, in der Hauptrunde nur Achter, haben ihre großen Verletzungssorgen ausgestanden und personell nachgerüstet. Mit sieben Titeln sind die Eisbären noch DEL-Rekordmeister. Nach mageren Jahren gelten sie aber nur als Außenseiter. In der ersten Playoff-Runde setzten sie sich gegen Straubing durch. „Berlin hat sich gefestigt“, warnte Stürmer Ronny Arendt und bezeichnete die Rivalität der beiden Clubs als „das ewig junge Duell“. Unvergessen bleibt das Trauma von 2012, als die Adler gegen die Eisbären den sicher geglaubten Titel doch noch verspielten.

In der Hauptrunde gewann zweimal Mannheim und zweimal Berlin. In den Playoffs sind vier Siege zum Weiterkommen notwendig. Auf die Unterstützung ihrer Fans können sich die Adler dabei verlassen. Am Sonntag begleiteten rund 400 Anhänger lautstark das Training. „Kämpft in jedem Spiel für das große Ziel!!! Holt das Ding!!!“, stand auf einem Banner.

Playoff-Infos auf Adler-Homepage

Video zu Fan-Besuch beim Training

Playoff-Baum

Hauptrunden-Rückblick auf Adler-Homepage

Mannheimer Kader

Eisbären-Kader

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