Abschiebeflug soll Donnerstagmorgen in Kabul landen

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Afghanische Behörden haben die geplante Ankunft eines Abschiebeflugs aus Deutschland für diesen Donnerstag bestätigt. Der Leiter der Beobachtungsgruppe für Abschiebungen des Flüchtlingsministeriums, Faisurrahman Chadam, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, die Ankunft des Charterflugs sei für Donnerstagmorgen Ortszeit in Kabul angekündigt. „Die Zahl der Passagiere kennen wir noch nicht“, sagte er - es sollten aber per Vereinbarung mit Deutschland nicht mehr als 50 sein. Deutsche Flüchtlingsaktivisten hatten am Dienstag von etwa 20 Passagieren gesprochen.

Unter ihnen sollen neun Männer aus Bayern sein, vier aus Hamburg, vier aus Baden-Württemberg, ein Mann aus Rheinland-Pfalz, einer aus Sachsen und möglicherweise einer aus Nordrhein-Westfalen. Ob die Liste damit vollständig war, blieb zunächst unklar.

Der Flug soll am Mittwochabend am Flughafen Frankfurt am Main starten. Der Anwalt eines Abschiebekandidaten, der am Morgen verhaftet worden war, sprach von 18.00 Uhr.

Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, weil sich dort der Konflikt mit den radikalislamischen Taliban drastisch verschärft und es landesweit Anschläge und Gefechte gibt. Bisher hat Deutschland mit sieben Sammelflügen seit Dezember 2016 insgesamt 128 Männer nach Afghanistan zurückbringen lassen.

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