Abfuhr für Trump in Baden-Baden

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US-Präsident Donald Trump. Foto: Matt Rourke/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat sich in Baden-Baden eine Abfuhr eingehandelt - vor fast 13 Jahren. Damals wollte er - noch Multimilliardär und Geschäftsmann ohne politisches Amt - sein aktuelles Buch vorstellen, die Kosten dafür aber der Stadt in Rechnung stellen und gleich noch Ehrenbürger der Kurstadt werden. Das Rathaus habe ihn abblitzen lassen, sagte Baden-Badens Stadtsprecher Roland Seiter am Dienstag. Ausgegraben wurde die Geschichte von den „Badischen Neuesten Nachrichten“, die am Wochenende darüber berichtet hatten.

Stadtsprecher Seiter erzählt die Geschichte so: Im Juli 2004 kam die Anfrage eines Verlages, der im Auftrag von Trump eine Stadt suchte, in der der Milliardär für Europa sein Buch vorstellen konnte. „Uns sagte der Name nichts, wir mussten ihn erstmal googeln, fühlten uns dann aber durchaus geehrt“, sagte Seiter. „Bis uns dann Trumps Bedingungen klar wurden: Kostenübernahme von Flug, Hotel und Veranstaltungsraum - und die Krönung war: Trump wollte noch vor der ganzen Sache Ehrenbürger der Stadt werden.“ Man habe sich angeschaut, ungläubig den Kopf geschüttelt, geschmunzelt - und ohne Umschweife abgesagt.

Im Rathaus war die Geschichte in Vergessenheit geraten - bis vor etwa drei Wochen ein Mitarbeiter auf der Suche nach einer Akte zufällig auf den Vorgang stieß. „Wir mussten wieder lachen“, erzählte Seiter. „Heute, im Rückblick, wundert uns Trumps Vorgehen allerdings nicht mehr. Alle wissen ja jetzt, wie er tickt.“

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