Abfahrt am Feldberg, Flaute auf der Alb

Die weiße Pracht ist recht ungleich verteilt im Land: Rund um den Feldberg läuft die Skisaison auf vollen Touren. Im Gegensatz zur Schwäbischen Alb gibt es dort noch ausreichend Schnee. Fast alle Lifte laufen.

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Am Feldberg kann man auf Schneespaß mindestens bis Ostern hoffen.  Foto: 

Der Schnee kam dieses Jahr erst Mitte Januar. Deshalb konnten die Wintersportler am Feldberg und erst recht auf der Schwäbischen Alb erst spät ins weiße Vergnügen starten. Auf der Alb war der Spaß bald wieder zu Ende. Auf dem Feldberg dagegen liegen aktuell zwischen einem halben und einem ganzen Meter Schnee - fast alle Lifte laufen, die Loipen sind gespurt. Sollte die Schneelage so bleiben, läuft die Saison am Feldberg noch bis 3. April. Dann ist auf jeden Fall Saisonende, selbst wenn noch genügend Schnee liegt.

Anders die Lage auf der Alb. Die Seite www.alblifte.de meldete am Sonntag, dass von den 34 dort beobachteten Liften keiner mehr sicher in Betrieb war. Zuletzt war nur noch der 50 Jahre alte Skilift Aggenhausen in Mahlstetten (Kreis Tuttlingen) gelaufen. Der gehört den Brüdern Alfred und Jochem Schwelm, die noch einen zweiten Lift in Eigenregie betreiben. Vergangene Woche konnte man die 350 Meter lange Piste noch gemütlich hinunterfahren. Die etwa 15 Zentimeter Schnee reichten, sagt Ute Aicher-Schwelm. Doch wegen des starken Tauwetters hieß es am Freitag: Schluss mit dem Liftbetrieb.

Schon seit 23. Januar ruht der Lift des Wintersportvereins Albstadt-Tailfingen. "Wir hatten bisher acht Betriebstage", sagt Liftwart Jürgen Estler. Auf der Piste müssten mindestens 20 Zentimeter Schnee liegen. Bei weniger, werde der Pistenbully nicht in Gang gesetzt, weil der sonst den Untergrund umpflüge.

Am Lift in Römerstein-Donnstetten (Kreis Reutlingen) war vergangenen Montag nach nur 15 Betriebstagen Schluss. "Zufrieden sind wir mit dieser Saison nicht", sagt Geschäftsführerin Angela Gödrich. Rund 40 Tage pro Saison benötige die Gesellschaft, um schwarze Zahlen zu schreiben. Im Winter 2014/15 waren es 60 Tage. "Das war ideal" , sagt Gödrich.

Diesen Winter lag in den Weihnachts- wie in den Faschingsferien nicht genug Schnee. Da half in dem 803 Meter hoch gelegenen Wintersportort auch die Schneekanone nicht, die einzige weit und breit. Die Kälte fehlte. "Wir haben immer auf Schnee gewartet", sagt Angela Gödrich. "Die Schwäbische Alb hat aber nur wenig abgekriegt." Anfang März waren dann noch ein paar Skitage auf Naturschnee möglich.

Kunstschnee herzustellen lohne sich im März nicht mehr. Sollte es aber auf der Alb doch noch einmal kräftig schneien, "brauchen wir nur auf den Knopf zu drücken", sagt Gödrich. Der Lift werde noch nicht ganz außer Betrieb genommen. Ohne Schnee geht's übrigens nebenan weiter: Mit der Sommer-Bobbahn, die ebenfalls von der Lift-Gesellschaft betrieben wird.

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