Land am Rand: Durchsagen bei der Bahn

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Alles deutet auf eine pünktliche Abfahrt hin. Der Eurocity steht am Gleis im Stuttgarter Hauptbahnhof, die Reisenden sind schon eingestiegen. Doch da meldet sich der Schaffner: „Sehr geehrte Fahrgäste, leider verzögert sich unsere Abfahrt, wie lange kann ich im Moment nicht sagen. Der Lokführer fehlt.“

Zugdurchsagen sind etwas Wundervolles. So oft sie auch schlechte Nachrichten übermitteln, so oft schwingt in ihnen Kurioses mit und reizen sie die Phantasie: Hat der EC-Lokführer womöglich verschlafen? Steckt er im Stau? Musste er noch aufs Klo oder hat er heute einfach keine Lust und geht  in der Landeshauptstadt einen trinken mit den Kollegen vom Bordbistro, die ebenfalls fehlen?

Die Erinnerung an eine andere schräge Durchsage kommt in den Sinn, als es auf dem Weg von Hannover nach Osnabrück auf einmal hieß: „Sehr geehrte Fahrgäste, ein Zug vor uns ist durch eine Kuhherde auf den Gleisen gefahren. Die Strecke ist gesperrt.“ Ja, Bahnfahren ist mit Spannung verbunden, schon weil stets die Ungewissheit mitfährt, ob man sein Ziel pünktlich oder überhaupt erreicht. Das zeigt sich auch einen
Tag nach der Episode am
Stuttgarter Hauptbahnhof. 

Der Regionalzug gen Ulm hält um 8 Uhr im oberschwäbischen Städtchen Aulendorf im Landkreis Ravensburg. Wenig später sagt eine Stimme:  „Sehr
geehrte Fahrgäste, hier spricht der Lokführer. Aufgrund eines Feuers in der Lok, das ich gerade gelöscht habe, wird sich unsere Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit verzögern. Die Feuerwehr ist bereits verständigt.“ 

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