"Schule für alle": Land genehmigt 28 Standorte

Die Zahl der Gemeinschaftsschulen wächst auf 299. Im Herbst kommen 28 neue hinzu. Nur wenige Realschulen sind darunter und kein Gymnasium.

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Mit 28 Genehmigungen für neue Gemeinschaftsschulen ist der niedrigste Wert nach dem Start der neuen Schulart erreicht. Nach 41 Starterschulen 2012 hatte es in der zweiten Genehmigungsrunde mit 87 Schulen einen Höhepunkt gegeben. Mit den Neulingen wird es von September an 299 Gemeinschaftsschulen im Südwesten geben. "Qualität geht vor Quantität", kommentierte eine Sprecherin von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) die niedrige Zahl neuer Genehmigungen. Überdies existiere bereits ein flächendeckendes Netz der "Schulen für alle".

Schüler mit Grundschulempfehlung für Gymnasium, Real- und Hauptschule lernen hier zusammen, wobei der Schwerpunkt auf individueller Förderung liegt. Grün-Rot setzt darauf, dass leistungsstarke Schüler die schwächeren Kinder mit sich ziehen. Deshalb ist es wichtig, dass die Gemeinschaftsschulen auch Schüler mit der Empfehlung fürs Gymnasium anziehen.

Weiterhin gibt es kein Gymnasium, das auf die neue Pädagogik umstellen will. Auch die Realschulen sind zurückhaltend. Unter den genehmigten Schulen ist nur eine, die Bertha-von-Suttner-Realschule in Stuttgart. Hinzu kommen zwei Realschulen in Reutlingen, die schon mit einer Werkrealschule verbunden waren. Alle anderen Gemeinschaftsschulen in spe sind Werkrealschulen beziehungsweise Grund- und Werkrealschulen.

Dem Ministerium lagen 33 Anträge vor. Fünf davon wurden abschlägig beschieden, weil die pädagogischen oder baulichen Voraussetzungen oder die Mindestzahl von 40 Schülern der Eingangsstufe nicht erfüllt wurden.

Die von Grün-Rot eingeführte Gemeinschaftsschule ist in der Landespolitik höchst umstritten. Die CDU will im Fall einer Regierungsübernahme keine mehr genehmigen. Stoch wies aber darauf hin, dass die Schulart auch in Kommunen mit CDU-Bürgermeistern auf "breite Akzeptanz" trifft. Grün-Rot hatte die Schulart auch eingeführt, um auf dem Land unterschiedliche Schulabschlüsse anbieten zu können, bei genug Schülern auch das Abi.

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