„Kein Klimbim“: Konwitschny inszeniert Tragödie „Medea“

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Opernsängerin Ptassek (Medea) probt im Opernhaus Stuttgart mit Kollegen. F.: Bernd Weissbrod/Archiv Foto: Bernd Weissbrod  Foto: 

Der Altmeister des Musiktheaters, Peter Konwitschny, bringt an diesem Sonntag (1800) an der Staatsoper in Stuttgart die antike Familientragödie „Medea“ auf die Bühne. Er selbst wolle „keinen Klimbim, keine schönen Kostüme, schöne Tönchen“ aufführen, sondern eine Botschaft vermitteln, sagte der 72-Jährige vor der Premiere. Die Oper von Luigi Cherubini (1760-1842) handelt von Medea, die ihren Mann an eine andere verliert und aus Rache dann ihre beiden Kinder umbringt.

Er selbst habe Sympathien für Medea, sagte Konwitschny, interessiere sich für ihre Botschaft, weil sie sich zur Wehr setze gegen Verrat, Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit. „Es müsste eine Gesellschaft geschaffen werden, die in der Lage ist, solche großartigen Frauen zu integrieren, statt sie zu liquidieren.“ In Sicht sei eine solche Welt aber nicht, meinte der mehrfach als „Regisseur des Jahres“ ausgezeichnete Theatermacher. Aufgeführt wird das Werk in der Dialogfassung einer neuen, für die Oper Stuttgart angefertigten Übersetzung auf Deutsch.

Staatsoper Stuttgart

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