Zwei Städte haben Interesse am Gefängnis
Stuttgart.
Rottweil und Rottenburg zeigen sich am neuen, vom Land geplanten Groß-Gefängnis interessiert. In Rottweil wollen allerdings nur Oberbürgermeister Ralf Broß und der Gemeinderat den Neubau. Die Bewohner der Stadtteile Zepfenhan und Neukirch, in deren Nachbarschaft die Anstalt gebaut würde, lehnen ihn ab. Das haben sie so deutlich zum Ausdruck gebracht, dass das Land nun per Zeitungsanzeigen im Städte-Dreieck Rottweil, Tuttlingen und Donaueschingen bis 30. März einen neuen Standort mit einer Größe von zwölf Hektar sucht. Hintergrund ist, dass mehrere kleinere und veraltete Gefängnisse der Region in dem Neubau mit 400 bis 500 Haftplätzen zusammengefasst werden sollen.
Donaueschingen und Tuttlingen haben mangels Flächen kein Interesse an der neuen Anstalt. Villingen-Schwenningen scheint nicht abgeneigt. Oberbürgermeister Rupert Kubon sei nicht festgelegt, sagt sein Sprecher. Ende März werde der Gemeinderat entscheiden.
Rottenburg liegt zwar nicht in der vorgesehenen Region, hat aber Interesse und bereits ein Gefängnis mit 500 Haftplätzen mitten in der Stadt - ohne dass es Beschwerden gibt. Der Neubau könne auf den ehemaligen Militärflughafen, schlägt Oberbürgermeister Stephan Neher vor. Er sieht vor allem die Vorteile des neuen Gefängnisses: bis zu 300 neue Arbeitsplätze und mehr Arbeit für Zuliefererbetriebe.
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Autor: WAL | 10.02.2012
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