Uni Tübingen prüft Vorwürfe gegen Forscher

Die Universität Tübingen setzt eine externe Kommission ein, um Fälschungs-Vorwürfe gegen eine in Tübingen entstandene Studie zu überprüfen. Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE handelt es sich dabei um den Fall des Stammzell-Forschers Thomas Skutella.

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Die Universität Tübingen setzt eine externe Kommission ein, um Fälschungs-Vorwürfe gegen eine in Tübingen entstandene Studie zu überprüfen. Nach Informationen der SÜDWEST PRESSE handelt es sich dabei um den Fall des Stammzell-Forschers Thomas Skutella.

Skutella hatte 2008 im Fachmagazin "Nature" eine Studie veröffentlicht, wonach es ihm gelungen sei, pluripotente Stammzellen aus Hodenzellen zu züchten. Pluripotente Zellen ähneln embryonalen Stammzellen und können sich in andere spezialisierte Gewebezellen weiterentwickeln. Die Studie wurde kurz darauf allerdings von anderen Stammzellforschern angezweifelt.

Nach Angaben des Rektors Bernd Engler will die Universität Tübingen ihre Verfahrensregeln im Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten aufgrund des aktuellen Falls überarbeiten. Das jetzige Regelwerk stamme aus dem Jahr 1999 und entspreche nicht mehr den heutigen Ansprüchen.

Zwar gebe es an der Universität eine Kommission, die im Falle von Plagiats- oder Fälschungsvorwürfen einberufen werden könne. Diese habe aber nur einen sehr eingeschränkten Prüfauftrag. Um ein "Höchstmaß an Unabhängigkeit zu gewährleisten", wolle die Universität zusätzlich eine Kommission berufen, die sich ausschließlich aus externen Mitgliedern zusammensetzt und umfassend prüfen kann.

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