Trojaner-Einsatz im Fall Bögerl
Heidenheim.
Die Polizei hat auch bei den Ermittlungen im Mordfall Maria Bögerl eine umstrittene Trojaner-Software eingesetzt. Im Familienkreis und bei Freunden der Bögerls fanden außerdem weitreichende Telefonüberwachungen statt. Das berichtet der "Spiegel". Eine Therapeutin, die die Angehörigen psychologisch betreut hat, sei jetzt von der Staatsanwaltschaft über die Einstellung der Abhörmaßnahme informiert worden.
Maria Bögerl, die Frau des damaligen Heidenheimer Kreissparkassenchefs, war im Mai 2010 entführt und später ermordet aufgefunden worden. Bis heute hat die Polizei keinen Hinweis auf den Täter. Ihr Ehemann beging im Juli 2011 Suizid.
Das Innenministerium wollte zum Einsatz der Spionage-Software wegen der laufenden Ermittlungen keine Stellungnahme abgeben. Minister Reinhold Gall (SPD) hatte die Verwendung des Staatstrojaners im Oktober 2011 vorerst gestoppt. eb
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Autor: SWP | 16.01.2012
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