Stuttgart-21-Gegner sagen Spitzengespräch ab

Stuttgart.  Das Aktionsbündnis gegen das umstrittene Milliardenprojekt Stuttgart 21 hat das Spitzengespräch mit Bahn, Land und Stadt Stuttgart abgesagt. „Wir werden das Gespräch nicht wahrnehmen, weil weiter abgerissen wird“, sagte der Sprecher des Bündnisses, Gangolf Stocker, am Montag nach einem Treffen führender Projektgegner.

Man sei zwar grundsätzlich an einem  Dialog interessiert, erklärte Stocker. Aber dann dürften die Bagger nicht nur während des Gesprächs ruhen.

Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) hatte einen Baustopp vor dem für Freitag geplanten Gespräch strikt abgelehnt. Der Stopp der Abrissarbeiten für die Zeit des Dialogs mit den Projektgegner sei eine einmalige Geste, hatte ein Sprecher der Landesregierung erklärt. Man werde allmählich das Gefühl nicht mehr los, dass manche das Gespräch nicht mehr wollten, fügte er hinzu. Mappus und Bahnchef Rüdiger Grube hatten am Wochenende ausgemacht, die Abrissarbeiten nur am Freitag ruhen zu lassen.    

SPD-Landeschef Nils Schmid,  er das Projekt befürwortet, kritisierte das Nein der Regierung zu einem sofortigen Baustopp. „Das ist nicht aufrichtig. Wenn Herr  Mappus die Gespräche ernst meint, sollte er auf die Forderung eingehen“, sagte Schmid der dpa. Er schränkte aber ein: „Es muss aber  auch allen klar sein, dass der Baustopp befristet ist. Nach dem ersten Gespräch ist der Baustopp vorbei.“ Zu dem Gespräch hatten  Mappus und Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann eingeladen.

Kommentare (1)

07.09.2010 07:32 Uhr |   link1980

Typisch mal wieder!!

Typisch, große Klappen haben und dann sich weigern an einen Tisch zu sitzen.

Wer nicht will hat schon gehabt, also weg mit dem altem Ding!

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