Pegida-Gründer lockt nur wenig Anhänger

Auch der Pegida-Gründer Lutz Bachmann aus Dresden konnte am gestrigen Sonntagnachmittag nicht nennenswert mehr Anhänger der "SBH-Gida" nach Villingen-Schwenningen locken.

WAL |

Auch der Pegida-Gründer Lutz Bachmann aus Dresden konnte gestern Nachmittag nicht nennenswert mehr Anhänger der "SBH-Gida" nach Villingen-Schwenningen locken. Der regionale Ableger der islam- und fremdenfeindlichen Bürgerbewegung Pegida hatte Bachmann zur Kundgebung nach Villingen eingeladen, in der Hoffnung, dadurch mehr Teilnehmer mobilisieren zu können. Die Demonstrationen von SBH-Gida und ihrer Gegner von der Antifa verliefen weitgehend friedlich.

"SBH" steht für Schwarzwald-Baar-Heuberg, wobei sich die Organisatoren inzwischen auch für Anhänger in Österreich und der Schweiz zuständig fühlen. Die Zahl der Pegida-Anhänger, die gestern auf dem Münsterplatz in Villingen waren, variiert. Die Polizei schreibt in ihrem Pressebericht von 150 Teilnehmern, andere Beobachter hatten 120 geschätzt. Organisatoren der Demonstration sprachen von 188 Zuhörern.

Lutz Bachmann wusste sich unter Freunden. "Danke, dass Du Pegida gegründet hast", stand auf einem Plakat zu lesen. Immer wieder wurde "Wir sind das Volk" skandiert - und "Merkel muss weg". "Ihr seid Patrioten", lobte Bachmann seine Zuhörer. "Villingen zeigt, wie's geht", sagte er unter Beifall.

Mit weitem Abstand und von der Polizei abgeschirmt demonstrierten Anhänger der Antifa - "Offenes antifaschistisches Treffen-VS" gegen die Pegida-Versammlung. Nach Angaben der Polizei waren es 170 Antifa-Anhänger. Mit Trommeln, Rasseln und Pfeifen versuchten sie, das Pegida-Treffen zu stören. "Haut ab", forderten sie von der rechtsgerichteten Gruppierung.

Eine Versammlung der Gegenorganisation No-Pegida fand diesmal nicht statt. Die No-Pegida-Leute waren bereits am Samstag mit einem Info-Stand in der Innenstadt präsent.

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