Landwirte blockieren Bahnhofsbauarbeiten
Stuttgart. Mit drei Traktoren haben Landwirte und Parkschützer am Montagmorgen den Zugang zur Stuttgart-21-Baustelle am Nordflügel des Hauptbahnhofs blockiert. Auf Bannern forderten sie unter anderem «Keine Gespräche ohne Abriss-Stopp!».
Dass sich auch Landwirte an dem Protest beteiligen, zeige, dass unter den Gegnern auch Stammwähler von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) seien, sagte der Sprecher der Parkschützer, Matthias von Herrmann.
Mappus und Bahnchef Rüdiger Grube hatten sich am Sonntag darauf verständigt, dass während des geplanten Treffens von Befürwortern und Kritikern des unterirdischen Bahnhofs am Freitagvormittag (10. September) die Bauarbeiten vorübergehend ruhen sollen. Dies sei als "einmalige Aktion" und "Geste" zu verstehen. Schließlich habe sich Mappus mit Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann und dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 darauf geeinigt, für das geplante Treffen auf jegliche Vorbedingungen zu verzichten, hieß es. Die Parkschützer lehnten Gespräche unter diesen Bedingungen entschieden ab und nannten das Angebot "reine Augenwischerei.
Die Kritiker des Projekts hatten an die Träger und Befürworter appelliert, die Abrissarbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs auszusetzen. Die Befürworter sollen bei dem Gespräch nach Angaben der Landesregierung unter anderem von Grube, Bahn-Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer, Ministerpräsident Mappus, Landesverkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) und den Oberbürgermeistern von Stuttgart und Ulm, Wolfgang Schuster (CDU) und Ivo Gönner (SPD), vertreten werden.
Bei "Stuttgart 21" wird der Hauptbahnhof vom oberirdischen Kopfbahnhof zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut. Die Arbeiten an dem Milliardenprojekt sollen sich bis 2019 hinziehen. Erst am Freitagabend demonstrierten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt erneut Zehntausende Menschen gegen "Stuttgart 21". (dapd)
Mappus und Bahnchef Rüdiger Grube hatten sich am Sonntag darauf verständigt, dass während des geplanten Treffens von Befürwortern und Kritikern des unterirdischen Bahnhofs am Freitagvormittag (10. September) die Bauarbeiten vorübergehend ruhen sollen. Dies sei als "einmalige Aktion" und "Geste" zu verstehen. Schließlich habe sich Mappus mit Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann und dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 darauf geeinigt, für das geplante Treffen auf jegliche Vorbedingungen zu verzichten, hieß es. Die Parkschützer lehnten Gespräche unter diesen Bedingungen entschieden ab und nannten das Angebot "reine Augenwischerei.
Die Kritiker des Projekts hatten an die Träger und Befürworter appelliert, die Abrissarbeiten am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs auszusetzen. Die Befürworter sollen bei dem Gespräch nach Angaben der Landesregierung unter anderem von Grube, Bahn-Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer, Ministerpräsident Mappus, Landesverkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) und den Oberbürgermeistern von Stuttgart und Ulm, Wolfgang Schuster (CDU) und Ivo Gönner (SPD), vertreten werden.
Bei "Stuttgart 21" wird der Hauptbahnhof vom oberirdischen Kopfbahnhof zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut. Die Arbeiten an dem Milliardenprojekt sollen sich bis 2019 hinziehen. Erst am Freitagabend demonstrierten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt erneut Zehntausende Menschen gegen "Stuttgart 21". (dapd)
MEHR ARTIKEL ZUM THEMA
- Aktionsbündnis geht gegen Baumfällarbeiten vor - Eilantrag
- Stuttgart 21 - Kretschmann schreibt Brief in Facebook
- Naturschützer erwarten VGH-Urteil zum Bäumefällen
- Regierung: Bahn hat Schuld am verzögerten S21-Weiterbau
- Innenministerium stoppt Polizeieinsatz im Schlossgarten - Oppositon spricht von Skandal
- Parkschützer schütten Kretschmann Holz vor die Hütte
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
06.09.2010
| Artikel twittern |
|
|
Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 protestieren in Stuttgart vor dem zum Teil bereits abgerissenen Nordflügel des Hauptbahnhofs.
MEHR ARTIKEL ZUM THEMA
Bahnchef Grube: Stuttgart 21 wird erst 2020 fertig
Stuttgart Der Tiefbahnhof Stuttgart 21 kann wohl erst 2020 in Betrieb gehen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es 2020 wird, ist sehr groß", sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Dienstag dem Radiosender hr-Info.... mehr
Pfeifkonzert begleitet Abriss
Stuttgart Begleitet vom Pfeifkonzert einer überschaubaren Gruppe von Stuttgart-21-Gegnern und zwei Hundertschaften der Polizei hat gestern der Abriss am Südflügel des alten Stuttgarter Hauptbahnhofs begonnen.... mehrBonatz-Erbe scheitert mit Eilantrag
Gestern begann der Abriss des Südflügels, der Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs war bereits 2010 unter massivem Protest abgerissen worden. Das knapp 280 Meter lange Gebäude soll nun geschossweise abgetragen werden. Die Arbeiten werden einige Wochen dauern.... mehrGeänderte Pläne zum Fildertunnel in der Anhörung
Stuttgart Mehrere Dutzend Anwohner und Gegner des Tunnelbahnhofs Stuttgart 21 diskutieren seit gestern über geplante Änderungen am Fildertunnel. Nach Auskunft eines Sprechers des Regierungspräsidiums waren 100 Teilnehmer zum Auftakt des Erörterungstermins gekommen.... mehrTunnel auf die Filder
Der Streckenabschnitt Fildertunnel ist für die Bahn "eine der wichtigsten Baumaßnahmen von Stuttgart 21" neben dem Hauptbahnhof. Die 9,5 Kilometer lange Strecke, Teil der neuen ICE-Strecke nach Ulm, soll das Zentrum mit dem neuen Bahnhof am Flughafen verbinden.... mehrKOMMENTAR · STUTTGART 21: Bei Abriss Kapitulation
Bei Abriss Aufstand" lautet ein Motto der Stuttgart-21-Gegner. Nun fällt auch der Südflügel des Stuttgarter Bahnhofs, und der Aufstand hält sich in Grenzen. Ist die Protestbewegung etwa am Ende? Bleibt von der einst so mächtigen Kraft, die die Landespolitik auf Trab hielt, nichts übrig?... mehrMEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
